Robotik

So sorgen Roboter für eine schnellere und effizientere Kunststoffverarbeitung

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Komplexe Aufgaben beherrschen

Auf der Software-Ebene bildet die Entwicklungsumgebung Automation Studio alle Bereiche homogen ab: von der Visualisierung über SPS-Funktionalität bis hin zu Motion Control, CNC und Robotik. So können Maschinenhersteller Ablauf, Positionierung und Visualisierung freizügig mischen und ohne Aufwand synchron halten. Selbst komplexe Aufgaben lassen sich in optimaler Geschwindigkeit auf nur einer SPS betreiben. Automation Studio wird damit zur Automatisierungssoftware für alle Anforderungen.

Gleichzeitig erleichtert die B&R-Entwicklungsumgebung auch das Engineering von Maschinen. Die Entwicklung der Maschinensoftware lässt sich auf verschiedene Teams aufteilen, die parallel entwickeln. So lässt sich ein komplexes Gesamtprogramm zum Beispiel für Hauptmaschine und Entnahme-Roboter in einzelne Module aufteilen. Das reduziert den Zeitbedarf erheblich und Entwickler können im Kunststoffmaschinenbau dem Trend zu steigendem Varianten- und Optionsreichtum effizient Folge leisten.

Durch Simulation und Emulation mit Hardware-in-the-Loop können sie zudem ihre Programmierung anhand des Verhaltens der Maschine überprüfen, ehe überhaupt ein Prototyp gefertigt wurde. Auch optionale Maschinenteile, die Fremdfirmen herstellen, sind samt eigenem Software-Programm einfach an eine Gesamtanlage anschließbar– wie ein Drucker an einen Bürocomputer.

TÜV-zertifizierte Sicherheit am Werkzeugarbeitspunkt

Zur Entwicklung sicherheitsgerichteter Steuerungsprogramme stehen in Automation Studio Parameter- und Funktionsbausteine zur Verfügung. Das schließt auch TÜV-zertifizierte Safe-Robotics-Module für die Überwachung einer sicher begrenzten Geschwindigkeit am Werkzeugarbeitspunkt von Roboterkinematiken ein.

Die Aufnahme der sicheren Daten erfolgt ebenso wie die Ausführung der Sicherheitsfunktionen direkt in B&R-Servoantrieben, die mit der sicheren Bewegungssteuerung Safe-MC ausgestattet sind. Die Acopos-multi-Servoantriebe weisen eine typische Fehleraufdeckungs- und Reaktionszeit von 7 ms auf. Das entspricht etwa einem Zehntel dessen, was mit Relais-Sicherheitsschaltungen erzielbar ist und verkürzt den Anhalteweg um den Faktor 100 – schon allein durch Verringerung der benötigten Aufstellfläche ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Sprachunterstützung fördert Integration

Um es Maschinenbauern leicht zu machen, Roboter in ihre Konstruktionen zu integrieren, ist ein Sprach-Interpreter Teil der Software-Entwicklungswerkzeuge von B&R. Damit lassen sich existierende Programme – etwa von einer früheren Verwendung ganzer Robotersysteme mit dedizierter Steuerung – übernehmen. Entwickler von Maschinenbau-Software können die Roboterprogrammierung in Structured Text vornehmen.

Mit weitreichenden Möglichkeiten, das Verhalten der Roboter und damit der Gesamtmaschine mittels Parametrierung zu steuern, sind Kunststoffmaschinenbauer in der Lage ihren Kunden neue Instrumente des direkten Eingriffs zur Verfügung stellen. Damit können Anwender zum Beispiel die Beschleunigungs- und Verfahrprofile der Roboter ändern. Das erlaubt die Einstellung energie- oder zeitoptimierter Betriebsarten oder die Berücksichtigung unterschiedlicher Greifertypen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind.

* Dr. Gernot Bachler, Technical Manager Motion bei B&R

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