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Aktuelle Trends in der Steckverbindertechnik

So wird in Zukunft gesteckt

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Die gute alte Crimpzange – bald Vergangenheit?

Mit zunehmender Miniaturisierung stellt sich die Frage der Konfektionierbarkeit. Bei der Montage vor Ort werden Steckverbinder oft von Hilfskräften montiert. Daher ist es wichtig zu gewährleisten, dass auch Leute ohne Fachausbildung Kabel konfektionieren können, ohne dass die elektrische Qualität leidet. „Die gute alte Crimpzange aus dem Werkzeughandel könnte bald ausgedient haben“, prognostiziert Müller. Wer heute einen Steckverbinder liefere, müsse sich schon früh Gedanken um die Montagefreundlichkeit machen und die entsprechenden Werkzeuge für Konfektionierung und Endmontage bereitstellen.

Ressourcen sind auch ein Thema

Inzwischen interessiert sich die Industrie auch dafür, welche Materialien in den Steckverbindern verwendet werden. Die Schonung der Ressourcen, die Sicherheit des Personals und die gefahrlose Entsorgung sind Themen, die bei Beschaffungsprozessen immer mehr in den Mittelpunkt rücken. „So befürwortet Multi-Contact den Trend, bei Neuentwicklungen zum Beispiel auf Beryllium zu verzichten, wo immer dies technisch vertretbar ist“, untermauert Müller.

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Smart Connectors weltweit

Auch wenn der Kunde eines Steckverbinder-Herstellers in der Nachbarschaft angesiedelt ist, ist bei der Produktgestaltung die Internationalisierung zu beachten. Die Kunden nehmen ihren Lieferanten mit um den Globus. Das wirft nicht nur Fragen der unterschiedlichen Klimabelastungen auf, sondern auch die der unterschiedlichen Kulturen. Neue Produkte werden heute nicht mehr für überschaubaren, regionalen Einsatz konstruiert und gefertigt, sondern nahezu ausschließlich für den globalen Einsatz, in allen Kontinenten verfügbar und einsetzbar.

„Der Steckverbinder muss für seinen Einsatz gut vorbereitet sein und nahezu selbsterklärend zu seinem Einsatz kommen. Das sind große Herausforderungen für den Steckverbinder-Hersteller in der Produktentwicklung, Zertifizierung, Logistik, Dokumentation, Vertrieb und Service“, erklärt der Product Manager.

Dieser Gedanke mündet schließlich in einen weiteren Trend, der große Veränderungen nach sich ziehen wird. Es geht um intelligente Steckverbinder, neudeutsch Smart Connectors. Im Steckverbinder eingebaute Elektronik soll helfen, flexibel auf die angeschlossenen Komponenten zu reagieren und steckbare Verbindungen sicherer zu machen. „Denkbar ist sehr vieles, und in den Entwicklungsabteilungen wird intensiv an diesem Thema gearbeitet“, deutet Müller abschließend an.

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Über den Autor

Ines Stotz

Ines Stotz

Ist Chefredakteurin print/online bei elektrotechnik., elektrotechnik