Phoenix Contact

Stromversorgung wird zum strategischen Geschäftsbereich

11.04.2011 | Redakteur: Ines Stotz

Christoph Leifer, Geschäftsbereichsleiter Interface bei Phoenix Contact Electronics (rechts) & Hartmut Henkel. Leiter Produktmarketing Stromversorgungen: „Wir glauben, dass wir mit unseren Technologien den Nerv der Zeit treffen.“
Christoph Leifer, Geschäftsbereichsleiter Interface bei Phoenix Contact Electronics (rechts) & Hartmut Henkel. Leiter Produktmarketing Stromversorgungen: „Wir glauben, dass wir mit unseren Technologien den Nerv der Zeit treffen.“

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2010 war das erfolgreichste Jahr für Phoenix Contact, woran das neue Geschäftsfeld der Stromversorgungen einen bedeutsamen Anteil hat. Um hier auch zukünftig eine führende Position einzunehmen, will das Unternehmen überproportional investieren – so etwa in eine komplette Produktfamilie an intelligenten, unterbrechungsfreien Stromversorgungen mit IQ-Technologie.

Die Umsatzentwicklung bei Phoenix Contact lag 2010 40 Prozent über dem Krisenjahr 2009 und endete mit einem Gesamtumsatz von 1,336 Mrd. Euro. Das Ergebnis hat damit 13 Prozent über dem Jahresabschluss 2008 gelegen. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen ein Umsatzplus von zehn Prozent. Um dieses Wachstumsziel zu unterstützen, sind 1200 Neueinstellungen weltweit geplant, 400 davon allein in Deutschland. „Einen nennenswerten Anteil an dem überproportionalen Wachstum von Phoenix Contact haben unsere Stromversorgungen“, erklärt Christoph Leifer, Geschäftsbereichsleiter Interface bei Phoenix Contact Electronics anlässlich einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe.

So hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre das Stromversorgungs-Programm von einem reinen Zubehör-Produktprogramm zu einem der am schnellsten wachsenden Umsatzträger entwickelt. „Dies zählt mittlerweile zu den echten Kernkompetenzen bei Phoenix Contact und deshalb wollen wir den neuen Geschäftsbereich Stromversorgungen in den nächsten Jahren strategisch ausbauen“, führt Christoph Leifer weiter aus. Dafür sollen in allen industriell bedeutenden Märkten binnen der nächsten zwei Jahre hauptamtliche Produktmanager für Stromversorgungen eingestellt werden. Um mit den Stromversorgungen auch zukünftig eine führende Position einzunehmen, will Phoenix Contact hier überproportional investieren, gerade auch in die Grundlagenentwicklung, die eine zwingende Voraussetzung für zukünftige, technologisch führende Produkte ist. Christoph Leifer: Energieeffizienz und Verfügbarkeit sind hier die zentralen Anforderungen.“ Zusätzlich sollen neue Grundlagenprojekte in Zusammenarbeit mit Hochschulen in Angriff genommen werden.

Die neuen Technologien bauen die Produktlinien zum Programm aus

In diesem Jahr soll der Verkauf von einer Million Stromversorgungen bereits deutlich überschritten werden. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen zu dem breiten Produktprogramm an Hutschienen-Stromversorgungen mit SFB-Technologie 2011 drei neue Technologien hinzu:

  • die weltweit erste Produktfamilie an DC/DC-Wandlern mit SFB-Technologie;
  • Diodenmodule, mit denen redundante Stromversorgungen gleichmäßig belastet werden (diese Auto-Current-Balancing (ACB)-Technik ist patentiert und verdoppelt die Lebensdauer von redundant betriebenen Stromversorgungen);
  • eine komplette Produktfamilie an intelligenten, unterbrechungsfreien Stromversorgungen mit IQ-Technologie.

„Mit den vier Produktlinien und ihren Produktgruppen können wir heute dem Markt eines der bestsortiertesten Produktprogramme bieten“, sagt Christoph Leifer. Als bedeutender Technologieträger seien die Stromversorgungen ein wesentlicher Türöffner für neue Applikationen. „Gerade diese intelligenten Technologien ermöglichen es Phoenix Contact, zusammen mit unseren Automatisierungssystemen kundenspezifische Lösungskonzepte mit hoher Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit anzubieten.“

Intelligente USV erhöht die Verfügbarkeit

So zeichnet sich die Produktfamilie intelligenter, unterbrechungsfreie Stromversorgungen mit IQ-Technologie dadurch aus, dass sie jederzeit zu 100 Prozent den Zustand ihrer Speichermedien kennt. Die Restverfügbarkeit der Anlage lässt sich damit genau bestimmen. „Das Besondere daran ist, dass sich sämtliche Speichertechnologien wie Puffer-Kondensatoren und Akku-Batterien damit verbinden lassen. Erstmalig bieten wir für Industrie-Applikationen auch kompakt gebaute Lithiumbatterien an, die über eine lange Lebensdauer verfügen“, berichtet der Experte.

Netzeinbrüche oder der Wegfall der Versorgungsspannung führen zu einer Unterbrechung des Betriebsablaufs oder bringen ihn schlimmstenfalls zum Erliegen. Um dieses Problem zu lösen und damit Stillstandszeiten zu minimieren, verwenden Anwender aller Branchen unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV).

In allen derzeit am Markt angebotenen Lösungen gibt es eine Unbekannte: die Batterie. Folgende Fragen sind mit herkömmlichen USV-Lösungen nicht zu beantworten: Ist die Batterie voll geladen? Falls nicht: Wie lange kann sie die angekoppelten Lasten bei Ausfall der Eingangsspannung versorgen? Erweist sich die Batterie als zu alt oder wegen hoher Umgebungstemperaturen vielleicht schon als stark gealtert? Kann sie überhaupt noch ausreichend Energie liefern? Somit steht eine Anlage im schlimmsten Fall infolge eines unzuverlässigen Versorgungsnetzes still, ohne dass prozessrelevante Daten gesichert werden konnten.

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