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Hannover Messe 2018 Technologienetzwerk zeigt Digitalisierung im Schaltanlagenbau

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Unternehmen Rittal, Eplan und Phoenix Contact zeigen auf der Hannover Messe anhand einer Live-Demonstration eine hochautomatisierte Fertigung nach Losgröße 1. Das Technologienetzwerk will vor allem die Potentiale sichtbar machen, die mit durchgängiger Digitalisierung und Vernetzung möglich sind.

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Auf der Hannover Messe können Besucher des Technologienetzwerks live beobachten, wie Industrie-4.0-Konzepte den Schaltanlagenbau verbessert.
Auf der Hannover Messe können Besucher des Technologienetzwerks live beobachten, wie Industrie-4.0-Konzepte den Schaltanlagenbau verbessert.
(Bild: Rittal )

Das Technologienetzwerk „Smart Engineering and Production 4.0“ (SEAP 4.0) von Eplan, Rittal und Phoenix Contact, zeigen auf der Hannover Messe live eine hochautomatisierte Fertigung nach Losgröße 1. Mit der Fertigung wollen die drei Unternehmen konkrete Lösungen aufzeigen, mit denen sich die Produktivität im Schaltanlagenbau deutlich steigern lässt.

In sechs Schritten vom Engineering bis zur Prüfung

Insgesamt sechs Stationen bilden die wesentlichen Prozesse vom Engineering über die Produktion bis zur Prüfung ab. Dabei geht es um verschiedene Themen entlang der Wertschöpfungskette: Von der digitalen Bereitstellung der Komponentendaten in Form eines digitalen Artikels über den Engineering-Prozess, in dem der digitale Zwilling des Schaltschranks entsteht, bis hin zur konventionellen und intelligenten Produktion, die mit den Daten des digitalen Zwillings arbeitet. In einer Augmented-Reality-Applikation zeigt das Netzwerk, wie sich Anlagen zukünftig einfacher und schneller prüfen und zertifizieren lassen sollen. Mit Unterstützung der „Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik“ (DKE), wird geprüft, wie eine solche digitale Vorzertifizierung von Schaltanlagen in Zukunft möglich sein wird.

Das Hauptziel des Technologienetzwerks ist es, Produktivitätssteigerungen durch Industrie 4.0 speziell für die mittelständischen Unternehmen des Schaltanlagenbaus aufzuzeigen. Wichtige Grundlage dafür sehen die Unternehmen in der Schaffung herstellerneutraler Standards für die Daten und Datenkommunikation. Damit soll die Interoperabilität zwischen den verschiedenen Systemen aus den Bereichen Engineering, Materialwirtschaft, Fertigungsplanung sowie der Produktion verbessert werden. Für die Kommunikation setzt das Technologienetzwerk auf standardisierte Informationsmodelle und Kommunikationsprotokolle, wie Automation ML oder OPC UA sie bereitstellen.

Im Rahmen des ZVEI-Projekts Open AAS (Open Asset Administration Shell) arbeiten die Teilnehmer des Technologienetzwerks an einer Verwaltungsschale speziell für den Schaltanlagenbau. Damit werden Industrie-4.0-Komponenten – die sogenannten Assets – in die Lage versetzt, direkt miteinander in Interaktion zu treten.

Hannover Messe 2018: Halle 8, Stand D28

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