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Automatica 2010 Trends in der industriellen Bildverarbeitung

| Redakteur: Jürgen Schreier

3D-Vision steht am Anfang einer rasanten Entwicklung – diesbezüglich sind sich Automatisierungsexperten einig. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit und immer einfacherer Bedienung werden 3D-Vision-Systeme die Welt der Automatisierungssysteme und der Robotik im speziellen revolutionieren. Auf der Automatica 2010 (8. bis 11. Juni 2010, Messe München), lassen sich bereits zahlreiche Praxisbeispiele für 3D-Vision in Augenschein nehmen.

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Mit 3D-Vision-Bildverarbeitungssoftware kann ein Industrieroboter die Raumlage von Objekten mit nur einer Kamera erkennen. Bild: MVTec
Mit 3D-Vision-Bildverarbeitungssoftware kann ein Industrieroboter die Raumlage von Objekten mit nur einer Kamera erkennen. Bild: MVTec
( Archiv: Vogel Business Media )

Bildverarbeitungssysteme, auch Visionsysteme oder Machine Vision genannt, haben in den letzten Jahren in verschiedensten industriellen Anwenderbranchen beachtliche Erfolge erzielt und eine weite Systemwelt ausgebildet. Noch dominieren die technisch einfacheren 2D-Systeme und Visionsensoren. Doch 3D-Anwendungen sind in der Bildverarbeitung eindeutig auf dem Vormarsch. Patrick Schwarzkopf, Leiter VDMA Industrielle Bildverarbeitung, untermauert das mit Zahlen: „Nach unserer Marktanalyse werden bereits 10% des gesamten Branchenumsatzes allein mit dreidimensionalen Messaufgaben realisiert – Tendenz steigend! Dazu kommen bereits existierende Anwendungen in der Automatisierung. Es wird also spannend auf der Automatica 2010, denn hier werden viele Neuerungen im Bereich 3D präsentiert.“

3D-Vision steht am Anfang einer rasanten Entwicklung

Auch für Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender des Vorstandes VDMA Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer der MV-Tec Software GmbH, ist klar: „3D-Vision steht am Anfang einer rasanten Entwicklung. Die Verschmelzung von Maschinen und Bildverarbeitungstechnologien ist vorauszusehen.“ MV-Tec ist ein führender internationaler Software-Hersteller für die industrielle Bildverarbeitung, dessen Produkte weltweit in unterschiedlichsten Anwendungebieten eingesetzt werden.

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Sehen in drei Dimensionen ist für viele Aufgaben eine Notwendigkeit. Das betrifft sowohl die Menschen, als auch die industrielle Welt und die Maschinen. Mit dreidimensionalen Informationen wird es möglich, Aufgabenstellungen im Maschinenbau oder in der industriellen Produktion zu bewältigen, für die klassische 2D-Technologien nicht genügt hätten. Denn um Objekte mit 2D-Technologien erkennen zu können, muss ihre Orientierung vorgegeben sein.

3D-Vision dagegen kann Objekte erfassen, gleichgültig in welcher Raumlage sie sich befinden. Das perspektivische Matching kann selbst verkippte und verdrehte Objekte eindeutig in ihren Raumkoordinaten erkennen. Ein Roboter wird also mit 3D-Vision quasi selbständig. Er sieht wie ein Werkstück liegt, steht oder hängt und kann zielgerichtet den berühmten „Griff in die Kiste“ tun.

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