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Sensoren Ultradünne Kamera kommt ohne Objektiv aus

| Autor: Katharina Juschkat

Forscher des California Institute of Technology haben eine Kamera entwickelt, die ohne Objektiv auskommt – ultradünne Sensoren sollen die klassische Linse aus Glas ersetzen. Das soll Kameras nicht nur wesentlich handlicher, sondern auch günstiger machen.

Objektive sind schwer und teuer. Ein Forschungsteam arbeitet zur Zeit an einer Kamera, die ohne Objektive auskommt.
Objektive sind schwer und teuer. Ein Forschungsteam arbeitet zur Zeit an einer Kamera, die ohne Objektive auskommt.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Auch die kleinsten Kameras, etwa in unseren Smartphones, brauchen ein Objektiv, um ein Bild aufzunehmen. Forscher des California Institute of Technology, Caltech, haben jetzt ein neues Kameradesign entwickelt, dass die Linse durch eine Vielzahl an extrem dünnen Sensoren ersetzen soll – sogenannte „optical phased arrays“, oder kurz OPA. Die Entwicklung wurde auf der Optical Society of America's Conference on Lasers and Electro-Optics vorgestellt.

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„Wir haben eine einzige dünne Schicht entwickelt, die eine Linse und den Sensor einer Digitalkamera nachahmt – die jedoch weder so teuer noch so groß wie ein klassisches Objektiv ist“, erklärt Ali Hajimiri, Professor an der Caltech. „Im Gegensatz zu einem Objektiv können unsere Sensoren von einem Fish-Eye-Objektiv zu einem Tele-Objektiv in Sekundenschnelle wechseln.“

Ultradünne Smartphones oder Teleskope möglich

Die möglichen Anwendung beschreibt der Co-Autor des Papers Behrooz Abiri als „unendlich groß“: „In den heutigen Smartphones limitiert die Kamera die Dicke des Smartphones. Unsere Technologie könnte dieses Problem obsolet machen.“ Auch für die Astronomie könnten die Sensoren eingesetzt werden, um ultraleichte und dünne Teleskope herzustellen.

Im nächsten Schritt will das Team die Kamera vergrößern, indem sie Chips entwicklen, die über eine höhere Auflösung verfügen. Wann die Kamera für den Markt bereit sein soll, ist jedoch noch nicht absehbar.

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Über den Autor

 Katharina Juschkat

Katharina Juschkat

Redakteurin, Vogel Communications Group