25 Jahre USB-Stick Vom Datenspeicher zum OT-Inspektor

Von Mirco Kloss* 2 min Lesedauer

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Im Jahr 2000 wurden parallel von IBM und Trek 2000 International der erste USB-Stick mit 8 Megabyte Speicherkapazität eingeführt. Seitdem haben sie eine rasante Entwicklung durchgemacht.

Genial wie einfach: Vor 25 Jahren kam der USB-Stick auf den Markt. Daten konnten so problemlos in der Hosentasche transportiert werden. (Bild: ©  cristi180884 - stock.adobe.com)
Genial wie einfach: Vor 25 Jahren kam der USB-Stick auf den Markt. Daten konnten so problemlos in der Hosentasche transportiert werden.
(Bild: © cristi180884 - stock.adobe.com)

Ein Vierteljahrhundert USB-Stick – und er ist noch immer im Einsatz. Ursprünglich als revolutionäre Innovation im Bereich der Flashspeicher gefeiert, übernimmt er heute andere, kritische Aufgaben beim Schutz von vernetzten OT-Systemen. Natürlich bleibt er weiterhin ein praktischer, portabler Speicher, der schnell zur Hand ist und als Notfall-Backup für die Präsentation dient. Doch obwohl der USB-Stick in Zeiten von Hybrid-Cloud und omnipräsenter Vernetzung längst als überholt gelten könnte, ist das Gegenteil der Fall: In moderner Form übernimmt das Massenspeichergerät inzwischen eine Schlüsselfunktion in der Cyber-Abwehr.

Vom Risiko zur Sicherheitslösung

Was früher als mögliches Einfallstor für Schad-Software galt, ist heute ein unverzichtbares Werkzeug OT-nativer Cyber-Abwehr. In der industriellen OT-Welt, in der Maschinen oft jahrzehntelang im Einsatz bleiben und Updates nur begrenzt möglich sind, bietet ein physisches, unabhängiges Prüfmedium unschätzbare Vorteile. Ein entsprechend gebauter USB-Stick, der als tragbarer Inspektor nicht dem bloßen Datentransfer dient, sondern Maschinen und Systeme auf potenzielle Bedrohungen scannt und sicherstellt, dass keine schadhaften Dateien eingeschleppt werden, ist eine unschätzbar wertvolle Komponente. So wurde aus dem Risiko ein Werkzeug der Verteidigung.

Eine Hommage an den Stick

Die Geschichte des USB-Sticks begann in den späten 90er Jahren als einfache, aber geniale Idee: große Datenmengen transportabel und ohne bewegliche Teile zu speichern. Mit Speicherkapazitäten, die anfangs noch in Megabyte gemessen wurden, revolutionierte der Stick viele Arbeitsweisen und Backup-Konzepte. Nun sind diese Speicherdimensionen längst von der Cloud und modernen Netzwerkarchitekturen überholt worden. In der OT hingegen hat der Stick eine neue Daseinsberechtigung gefunden. Hier geht es nicht um Massenspeicherung, sondern um gezielte Sicherheit: Malware-Scans, Integrity-Checks und forensische Analysen direkt an der Maschine, ohne diese aufwendig vom Netz zu nehmen oder Software installieren zu müssen.

25 Jahre nach seiner Erfindung erlebt der USB-Stick in der industriellen Sicherheit eine Renaissance. Er zeigt, dass vermeintlich einfache Technologie durch kluge Neuausrichtung eine entscheidende Rolle im hochkomplexen Umfeld der OT-Security spielen kann. In Zeiten, in denen Maschinenparks zunehmend vernetzt und damit angreifbarer werden, ist dies ein Paradebeispiel dafür, wie altbewährte Formen mit neuer Funktionalität zum Schutz unserer Produktionslandschaften beitragen können. Kein Anachronismus, sondern raffinierte Evolution im Sinne der Cyber-Sicherheit.

*Mirco Kloss ist Business Development Director DACH bei TX One Networks

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