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Jubiläum

Von der Werkstatt zum Weltkonzern: Stäubli feiert 125 Jahre

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Stäubli Gruppe feiert dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Als Rudolph Schelling und Hermann Stäubli die Firma 1892 nahe Zürich gründeten, reparierten sie noch Textilmaschinen für die Webereibranche.

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Um 1950: Produktionsabteilung von Stäubli in Horgen, Schweiz.
Um 1950: Produktionsabteilung von Stäubli in Horgen, Schweiz.
( Bild: Stäubli )

Dieses Jahr feiert die Stäubli Gruppe, die 1892 in einer kleinen Werkstatt bei Zürich entstand, ihr 125-jähriges Bestehen. Das Unternehmen begeht seinen Geburtstag in Form eines Jubiläumsjahrs unter dem Motto „125 Jahre Leidenschaft für Innovation“.

Aus Werkstatt wird Hersteller

Im ausgehenden 19. Jahrhundert boomte die Textilindustrie. Die Gründer Rudolph Schelling und Hermann Stäubli bewiesen kaufmännischen Instinkt, als sie 1892 im schweizerischen Horgen die Firma „Schelling & Stäubli“ gründeten. Schelling & Stäubli wurde zum wichtigen Lieferanten im Webereigewerbe mit Fokus auf Schaftmaschinen. Hermann Stäubli erwarb sein Wissen zunächst durch die Reparatur von Importprodukten.

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Daran lernte er und setzte sich schnell zum Ziel, ein besseres Produkt herzustellen. Seine Ansprüche waren hoch – er wollte nichts weniger als die besten Schaftmaschinen bauen. Außerdem sollte die Produktion effizient sein, er wollte mehr Gewebe günstiger, in besserer Qualität und mit einer größeren Vielfalt an Mustern herstellen können. 1893 lieferte „Schelling & Stäubli“ dann die erste Schaftmaschine als Eigenkonstruktion aus. Im Jahr 1900 entwickelten sie sie weiter zur ersten Papierkarten-Schaftmaschine, ausgerüstet mit einem Einlesesystem, das heute noch verbreitet ist. Nach dem Tod von Rudolph Schelling übernahm das Unternehmen 1909 den Namen Stäubli.

Über Schnellkupplungen zum Robotikkonzern

Seit 1892 ist die Stäubli Gruppe sowohl technologisch als auch geografisch substanziell gewachsen. Bereits 1909 errichtete Stäubli seine erste Produktionstätte in Frankreich, gefolgt von Werken in weiteren europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika und China.

Das Unternehmen blieb auch nicht bei der Webereibranche und begann 1956 mit der Herstellung von Schnellkupplungen. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Diversifikation erfolgte 1982, mit dem Beginn der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Robotik-Pionier Unimation. Die Übernahme von Unimation im Jahr 1989 war die Grundlage für Stäubli Robotics. Ab 2002 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio zudem um elektrische Steckverbindungen. Im Zeitalter von digitaler Transformation und Industrie 4.0 setzt Stäubli seinen Weg als technologisches Unternehmen in einer fortschrittlichen Industriebranchen fort.

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