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5G Weitere 5G-Testumgebung entsteht in Karlsruhe

| Redakteur: Katharina Juschkat

In Karlsruhe entsteht eine weitere Testumgebung für 5G. Hier können KMUs ihre Geschäfts- und Produktideen testen – Bewerbungen dafür können ab sofort eingereicht werden.

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Im neuen Testzentrum für 5G können KMUs ihre Produktideen testen lassen.
Im neuen Testzentrum für 5G können KMUs ihre Produktideen testen lassen.
(Bild: Fraunhofer IPA )

Nach ersten vier Testumgebungen für 5G in Baden-Württemberg kommt in Karlsruhe jetzt eine fünfte hinzu. Alle fünf stehen kleinen und mittelständischen Unternehmen offen, um den neuen Mobilfunkstandard zusammen mit Forschungseinrichtungen zu erproben sowie Produkt- und Geschäftsideen zu entwickeln, die ohne 5G nicht möglich wären.

Hintergrund: 5G für die Industrie

5G, die fünfte Generation des Mobilfunks, berücksichtigt erstmals die Bedürfnisse der Industrie. So ermöglicht der neue leistungsstarke Mobilfunkstandard die bedarfsgerechte Vernetzung mit hoher Bandbreite, niedriger Latenz und hoher Verbindungsanzahl – und schafft so die Grundlage für Industrie 4.0 sowie das Internet der Dinge. Um zu erforschen, welche neuen Produkte und Geschäftsideen mit 5G möglich werden, werden bereits vier 5G-Testumgebungen in Stuttgart, Mannheim, Reutlingen und Freudenstadt aufgebaut. Eine fünfte kommt nun in Karlsruhe hinzu.

Das Forschungsprojekt dahinter – „Transferzentrum 5G4KMU“ – koordinieren Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zusammen mit weiteren Instituten.

Aktuell beginnen die Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Aufbau der neuen 5G-Testumgebung. Die Forscher am KIT beginnen nun mit dem Aufbau der neuen 5G-Testumgebung. Sobald sie in Betrieb ist, wollen sie diese nutzen, um unter anderem Fragestellungen rundum die vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und der dafür nötigen Auswertung von Daten durch intelligente Algorithmen zu beleuchten. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen beispielsweise in der Lokalisierung von Betriebsmitteln, Augmented-Reality-Brillen und der Interaktion von Mensch und Maschine.

Abhängig von ihren Kernkompetenzen setzen die vier bestehenden 5G-Testumgebungen andere Schwerpunkte. So konzentriert sich in Stuttgart das Fraunhofer IPA auf Potenziale von 5G für Fabriken und Produktionssysteme, während sich das Fraunhofer IAO mit Smart Services und Smart Products beschäftigt. In Freudenstadt legt der Campus Schwarzwald den Fokus auf Fragestellungen rund um die Produktion, wobei der Maschinenbau und die Fertigungsindustrie im Mittelpunkt stehen. Am Reutlinger Zentrum Industrie 4.0 stehen Logistik und die Informationsbereitstellung in Unternehmen im Fokus. In Mannheim untersucht die Projektgruppe für Automatisierung in Medizin und Biotechnologie PAMB, welche Möglichkeiten 5G Kliniken und medizinischen Labors eröffnet.

KMUs können kostenlos ihre Produktideen testen lassen

Alle fünf Testumgebungen stehen kleinen und mittelständischen Unternehmen offen, um 5G zusammen mit den Forschungseinrichtungen zu erproben. Die Zusammenarbeit ist im Rahmen sogenannter Quick Checks möglich. Dabei prüfen die Wissenschaftler von den Unternehmen eingereichte Produkt- und Geschäftsideen auf ihre Machbarkeit. Die Bewerbung um Quick Checks ist ab sofort möglich.

Anschließend kann die weitere Zusammenarbeit in Form eines sogenannten Exploring Projects erfolgen. In einem Exploring Project wird gemeinsam mit den Unternehmen ein Konzept entworfen, prototypisch implementiert und im 5G-Netz einer der fünf Testumgebungen erprobt. Die Aufwände der Forschungseinrichtungen für Quick Checks und Exploring Projects werden aus den Mitteln des Transferzentrums finanziert, sodass teilnehmenden Unternehmen keine Fremdkosten entstehen.

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