Anschlusstechnik Wenn Steckverbinder einen Käsekeller-Roboter beim Reifeprozess unterstützen

Redakteur: Sariana Kunze

Der Reifeprozess von Käse ist mit viel Arbeit verbunden. Die Laibe müssen immer wieder gebürstet und gepflegt werden. Ein Job für einen Käsekeller-Roboter, der mit Steckverbindern für die Käseproduktion arbeitet.

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In modernen Käsekellern ist der aufwändige Reifeprozess automatisiert.
In modernen Käsekellern ist der aufwändige Reifeprozess automatisiert.
(Bild: Kaesaro)

Hunderte gelbe Käselaibe liegen in einem Hochregallager neben- und übereinander. Sie reifen, werden mit der Zeit würziger und entwickeln ihr unverwechselbares Aroma. Doch die schlichte Lagerung reicht beim Reifeprozess in der Käseherstellung nicht aus. Dieser ist mit viel Arbeit verbunden. Was früher in mühevoller Handarbeit geschah, wird heute in modernen Käsekellern automatisiert.

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Ein Job für Käsekeller-Roboter und Anlagen der Intralogistik. Sie holen die Käselaibe aus dem Lager. Manchmal einzeln und manchmal bis zu 250 Stück auf ein Mal. Die Anlagen transportieren den Käse und übergeben die Laibe an einen Robter. Dieser beginnt dann mit einem Käse-Wellnessprogramm. Die Laibe werden mit unterschiedlich harten Bürsten und Salzlauge gepflegt. Nach abgeschlossener Prozedur werden die Käselaibe wieder an ihren Lagerplatz zurückgebracht. Die Anlage in einem automatisierten Käsekeller arbeitet dabei weitestgehend 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Ist der gewünschte Reifegrade des Käses erreicht – was mehrere Monate oder auch über ein Jahr dauern kann – wird er ausgelagert und gelangt zum Verkauf in den Handel.

Anschlusstechnik für Käseproduktion

Diese Käsekeller-Roboter in Verbindung mit Anlagen der Intralogistik entwickelt und produziert das Schweizer Unternehmen Kaesaro mit Sitz in Diepoldsau im Rheintal, Kanton St. Gallen. Ein besonders Augenmerk legen die Schweizer dabei auf die Anschlusstechnik in den Robotern und Intralogistik-Anlagen, denn im Umfeld der Lebensmittelverarbeitung ergeben sich einige Herausforderungen.

Steckverbinder-Herausforderungen für Lebensmittelverarbeitung

Erstens: Es geht außerordentlich hygienisch zu, darum wird regelmäßig gereinigt, auch unter Hochdruck und mit aggressiven Reinigungsmitteln. Zweitens: Durch den ständigen Transport der Käselaibe werden die Steckverbinder sehr häufig bewegt.

Die Verantwortlichen bei Kaesaro entschieden sich, die Sensoren und Aktoren der Käsekeller-Roboter und der Intralogistik-Anlagen mit M12-Steckverbindern der Baureihe F&B Pro von Murrelektronik anzuschließen. Diese sind speziell für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie ausgelegt.

Hygienische Steckverbinder: Blau und ohne Kanten

Die Steckverbinder F&B Pro sind leicht zu reinigen, weil sie über ein hygienisches Design in Anlehnung an die EHEDG-Vorgaben verfügen. Diese Abkürzung steht für die European Hygienic Engineering and Design Group, die sich mit den Fragestellungen befasst, wie Produkte bestmöglich reinigbar sein können. Bei F&B Pro wurden Ecken und Kanten vermieden, an denen sich Schmutz ablagern könnten. Zudem sind die Leitungen mit einem Kabelmantel in blauer Farbe umhüllt. Denn dieser Farbton soll es einfacher machen, Verschmutzungen durch Milch oder salzhaltige Lauge sowie Schimmel zu erkennen. Laut Kaesaro sind Anwender, die in ihren Käsekellern mit Anlagen der Schweizer arbeiten, immer wieder einmal konfrontiert. Dieser Schmutz kann nun einfacher entfernt werden.

Die Verschraubungen der Steckverbinder von Murrelektronik sind aus Edelstahl in V4A (1.4404) gefertigt. Dadurch sind sie maximal gegen Korrosion und andere Umwelteinflüsse resistent. Tritt ein Servicefall auf, lassen sich die Leitungen gut abschrauben und austauschen. Die Steckbarkeit der vorkonfektionierten Leitungen hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Installationsarbeiten schneller erfolgen können als bei einer Einzeladerverdrahtung. Dabei werden die hohen Schutzarten IP65, IP66K, IP67, IP68 und IP69K erreicht.

Kabelbrüche bei Dauerbetrieb vermeiden

Die hohe Belastbarkeit der aus PP-Material gefertigten F&B-Pro-Leitungen hilft laut Murrelektronik dabei, Kabelbrüche zu vermeiden. Sie sind für 5 Mio. Biegezyklen und 2 Mio. Torsionszyklen (± 360°/m) ausgelegt. Das reduziert den Aufwand für die Instandhaltung, weil längere Wartungszyklen möglich sind.

Reife Lösung für Käsekeller-Roboter

Für das Schweizer Unternehmen haben sich die Steckverbinder der Baureihe F&B Pro von Murrelektronik bewährt. Sie kommen nun bei Kaesaro dauerhaft zum Einsatz, wenn es um Anlagen für den Lebensmittelbereich geht.

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