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Messtechnik Wenn vernetzte Tanks für den Bier-Nachschub sorgen

| Redakteur: Sariana Kunze

Dank einer M2M-Lösung sind Brauerei-Notfallfahrten für ausgetrunkene Biertanks in Gaststätten passé. Die Biertanks der Feldschlösschen-Kunden bestellen ihren Nachschub rechtzeitig selbst. Möglich macht dies neben intelligenter Drucksensorik, die den Füllstand der Biertanks messen, die unternehmenseigene App MyBeer.

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Vernetzte Biertanks sorgen mit einer M2M-Lösung selbstständig für Nachschub von der Brauerei.
Vernetzte Biertanks sorgen mit einer M2M-Lösung selbstständig für Nachschub von der Brauerei.
(Bild: © georgerudy/Fotolia.com)

Strahlender Himmel, Sommertemperaturen und ein guter Durst der Gäste, das freut jeden Wirt. Jedoch kann es bei großem Andrang an sommerlichen Tag schon einmal passieren, dass in der Hektik der Bierstand in den Fässern aus den Augen verloren wird. Bei solch einem Szenario mussten die Brauereifahrer von Feldschlösschen aus der Schweiz am Wochenende mit Notfallfahrten für den benötigten Nachschub sorgen. Diese Zeiten sind nun aber dank einer M2M-Lösung vorbei.

Große Gaststätten haben meist zwei Biertanks mit je 500 bis 1.000 Liter im gekühlten Keller stehen, die normalerweise alle zwei Wochen gefüllt werden. Ist der Tank leer, wird das System auf den anderen Tank umgeschaltet. Früher mussten diese Biertanks vom Personal täglich kontrolliert werden, wobei immer die Möglichkeit des Vergessens oder der mangelnden Genauigkeit beim Bestimmen des Füllstandes bestand. Eine smarte M2M-(Machine-to-Machine)-Lösung vereinfacht nun nicht nur den Alltag der Wirte, sondern trägt auch zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung der Brauerei bei. Für diesen automatisierten Informationsaustausch zwischen Messgeräten im Restaurantkeller und der Brauerei wird das Internet und das Mobilfunknetz der Swisscom genutzt. Die M2M-Lösung vermeidet fehlerhafte Bestellerfassungen, es lassen sich die Transporttouren optimieren und es wird sichergestellt, dass die Wirte jederzeit über ausreichend frisches Bier verfügen.

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Autonom arbeitende Messsysteme existieren schon länger. Aufgezeichnet wurde mit Hilfe von Datenloggern, Live-Daten gab es dabei jedoch nicht. Da heutzutage fast an jedem Ort und zu jeder Zeit Zugriff aufs Mobilfunknetz und damit aufs Internet besteht, eröffnet dies ganz neue Möglichkeiten, die Logistik effizienter zu gestalten. Um diese Möglichkeiten auszuloten, haben sich die Brauerei Feldschlösschen, Swisscom und das Unternehmen Keller für Druckmesstechnik zusammengetan. Swisscom und Keller Druckmesstechnik hatten bereits in der Vergangenheit mehrere Projekte gemeinsam entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Die drei Partner entschieden sich für eine App mit der Bier bestellt werden kann. Die App MyBeer hat Swisscom zusammen mit dem M2M-Partner Swiss1Mobile entwickelt.

350 Großkunden bestellen Bier per App

Feldschlösschen Getränke setzt nun bei über 350 Großkunden in der Schweiz die M2M-Lösung ein. Die Sensoren von Keller messen über den Druck den Füllstand sowie die Temperatur in den Biertanks vor Ort. Diese Daten werden dann per M2M-Technologie durch die App MyBeer synchronisiert. Der Wirt überwacht seine Anlagen und den Füllstand des Getränkevorrats bequem mittels Tablet oder Smartphone. Dank der M2M-Lösung erkennt die App, wenn der Biervorrat zu Ende geht und löst automatisch eine neue Bestellung aus. Der Wirt muss nur noch per Tablet oder Smartphone die Bestellung bestätigen und schon naht die nächste Lieferung. Feldschlösschen nutzt die dabei anfallenden Daten ausschließlich für eine optimale Planung der Lieferung. Gespeichert werden die Daten auf den Cloud-Servern der Swisscom und erfüllen damit höchste in der Schweiz geltende Sicherheitsbestimmungen.

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