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OSADL Wibu-Systems bietet Softwareschutz für Open-Source-Projekte

| Redakteur: Katharina Juschkat

Wibu-Systems wird Mitglied bei OSADL, der Genossenschaft für den Einsatz von Open-Source-Software in Industrieproduktionen. Das Unternehmen will dem Netzwerk seine Expertise zu Cybersecurity und Monetarisierung zur Verfügung stellen.

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Wibu-Systems, hier die Firmenzentrale in Karlsruhe, wird Mitglied der Genossenschaft OSADL.
Wibu-Systems, hier die Firmenzentrale in Karlsruhe, wird Mitglied der Genossenschaft OSADL.
(Bild: Wibu-Systems)

Wibu-Systems, Experte für sichere Lizenzierung von industriellen Systemen, wird Mitglied bei der Genossenschaft „OSADL“, dem „Open Source Automation Development Lab“. Die Genossenschaft liefert, was Unternehmen für den Einsatz von Open-Source-Software in Industrieprodukten benötigen.

Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Koordinierung und Mittelbeschaffung von Open-Source-Softwareprojekten sowie um Unterstützung bei Qualitätssicherung, Technologieentscheidung, Einhaltung von Rechtsvorschriften, Marketing, Schulung und nicht zuletzt bei der Lizenzierung in Form von Rechtsberatung durch OSADL-Syndikus, Auditierung und Zertifizierung. Die Grundidee von OSADL: Die geschützten Informationen der Mitglieder bleiben vertraulich, und nur die Teile, die jeder braucht und für den Wettbewerb untereinander keine Rolle spielen, werden in offener Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt und bereitgestellt.

Softwareschutz für OSADL

Oliver Winzenried, Gründer von Wibu-Systems, will mit der Kooperation mit OSADL die bereits eingeführte Qualitätssicherung anderer Programme ergänzen.
Oliver Winzenried, Gründer von Wibu-Systems, will mit der Kooperation mit OSADL die bereits eingeführte Qualitätssicherung anderer Programme ergänzen.
(Bild: Wibu-Systems)

Wibu-Systems hat in den letzten drei Jahrzehnten umfangreiches Wissen zu Softwareschutz, Lizenzierung und Sicherheitstechnologien erarbeitet und stellt dieses Know-how dem Entwicklernetzwerk von OSADL zur Verfügung. Code Meter ist eine bewährte Lösung zum Schutz vor Produktpiraterie, Reverse Engineering und Manipulation und erlaubt mit flexibler Lizenzierung die Monetarisierung des Wissens der OSADL-Mitglieder.

Wibu-Systems setzt auch auf die Expertise der OSADL-Gemeinschaft, um die Qualität des eigenen Codes zu verbessern. Ein dezidiertes Testcenter, die QA-Farm, überwacht kontinuierlich eine große Zahl von Messgrößen von weit über hundert Systemen mit dem Ziel, größtmögliche Laufzeitstabilität zu erreichen. Zu den QA-Tests gehören Früherkennung von möglichem Fehlverhalten des Linuxkernels, von Speicherlecks, Treiberproblemen und unbefriedigendem Echtzeitverhalten. Bei den untersuchten Systemen handelt es sich um eine große Bandbreite von Produkten verschiedener Hersteller, Architekturen, Bitbreiten und Prozessor-Topologien.

Wibu hilft bei der Sicherheit

Oliver Winzenried, Gründer von Wibu-Systems, will mit dieser Kooperation die bereits eingeführte Qualitätssicherung anderer Programme ergänzen. Dazu zählen die Gold-Kompetenz für Windows und Geräte bei Microsoft oder die Partnerschaften mit QNX, Wind River, Apple, Adobe, Autodesk und Oracle. Er erläutert: „Egal, ob es darum geht, vorhandene Embedded-Systeme, Steuerungen und Mikrocontroller für die digitale Transformation nachzurüsten oder neue IoT-Geräte zu schaffen – Open Source kann als praktikable Alternative die Kosten und den Arbeitsaufwand aufteilen.“

Carsten Emde, Geschäftsführer von OSADL, sagt: „Wir von OSADL freuen uns über die Entscheidung von Wibu-Systems, unserem Netzwerk beizutreten und unseren Mitgliedern bei der wesentlichen Herausforderung zukünftiger, cyberphysikalischer Systeme zu helfen: der Sicherheit. Obwohl sich die Lizenzen für Open-Source-Software und für proprietäre Systeme unterscheiden, benötigen beide Softwarearten Schutz vor unerwünschtem Eingriff, Missbrauch und Manipulation. Und die Produkte von Wibu-Systems funktionieren gleichermaßen gut für Open-Source-Software und proprietäre Software.“

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