Engineering

Wie Eplan und Cideon Verbindungen schaffen

| Redakteur: Ute Drescher

Gute Verbindungen: Nie war es einfacher, Engineering-Informationen im Team bereitzustellen und sich über Details abzustimmen – mit nur wenigen Klicks.
Gute Verbindungen: Nie war es einfacher, Engineering-Informationen im Team bereitzustellen und sich über Details abzustimmen – mit nur wenigen Klicks. (Bild: istock: JacobH/Eplan)

Im Engineering disziplinübergreifend zu arbeiten und in der Fertigung die digitale Welt mit der analogen zu verschmelzen, stellt eine große Herausforderung dar. Eplan und Cideon haben Software-Lösungen entwickelt,die diesen Prozess unterstützen.

Die ersten SMS wurden mit dem Nokia 3210 oder dem Siemens S3 verschickt. Die Generation X stellte sich am brandneuen Dell Computer (Tastatur: Cherry, Maus: Logitech) die Frage: „Bin ich schon drin?“ So verbanden sich Menschen weltweit zwar langsam, aber digital miteinander – das waren die 1990er Jahre. Eine spannende Ära, auch in der Software- und IT-Branche.

Inzwischen ist die Welt zwar viel enger vernetzt, dennoch gibt es nach wie vor Hürden zu überwinden. Für die Entwicklung von Maschinen im Zeitalter von Industrie 4.0 etwa ist die integrierte Zusammenarbeit unterschiedlicher Ingenieurdisziplinen ein ausschlaggebender Erfolgsfaktor. Mechatronisches Engineering ist der Schlüssel, um Entwicklungszeiten und Fehlerquellen zu reduzieren. Um genau diese Zusammenarbeit zu unterstützen, hat Eplan gemeinsam mit der Schwesterfirma Cideon Syngineer entwickelt, ein mechatronisches Gesamtsystem für die direkte Zusammenarbeit von Mechanik, Elektro-/Steuerungstechnik und IT/Software.

Syngineer – Taskmanager, Projekt- und Kommunikationsplattform zugleich – ist von überall via Internet-Browser, als Direktintegration im CAD-System oder in Eplan verfügbar und stellt Engineering-Informationen im Team bereit. Produktiv arbeiten lässt sich mit dem Tool innerhalb von fünf Minuten aufgrund der einfachen Anwendung ohne große In- stallationsaufwände.

Auch in der Produktion müssen Welten verbunden werden: Die Fertigungsfabrik, ihre Produkte und Prozesse wird es zukünftig nur noch im Doppelpack geben – analog und auf dem Rechner. Beides zu betreiben, kann die Sache genau dann vereinfachen und profitabler gestalten, wenn das digitale Abbild die reale Welt wie ein Schweizer Uhrwerk antreibt. Dass in den IT-Landschaften rund um den Globus ein Rad ins andere greift, ist aber keine Selbstverständlichkeit.

Analoge und digitale Welt verschmelzen

Denn wie gelangen Anwender aus Entwicklung, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Einkauf und Vertrieb bis hin zur Servicetechnik und Instandhaltung schnell und zuverlässig an strukturierte, logisch verknüpfte und unternehmensweit konsistente Produktdaten? Für den Fall, dass SAP im Einsatz ist: mit Direktintegrationen von Cideon. Cideon – SAP-Platinum-Partner und Schwestergesellschaft von Eplan – nutzt die strategische Integrationsplattform SAP Engineering Control Center (SAP ECTR) als Cockpit für die Direktintegration von marktführenden MCAD- und ECAD-Systemen in das SAP-PLM System. Aktuell verfügbar sind Cideon-Direktintegrationen für Autocad, Inventor, Solid Edge, Solidworks und im ECAD-Segment für Eplan Electric P8.

Das SAP-ECTR ist eine SAP-Systemkomponente für das Verwalten und Steuern aller Dokumente, Abläufe und Daten im gesamten Produktlebenszyklus. Indem Unternehmen Autorenwerkzeuge aller Art einheitlich ins SAP-PLM integrieren, schaffen sie einen zentralen Ablageort für lokal erzeugte Produktdaten. Via Direktintegration lassen sich Baugruppen, Teile und Zeichnungen inklusive abhängiger Dokumente aus der Entwicklung von Hardware, Mechanik, Elektronik, Elektrotechnik, Simulation und Software nahtlos als Strukturen in SAP-PLM verwalten.

Wie die Fertigungsindustrie von der Digitalisierung profitieren kann

Siemens auf der SPS IPC Drives

Wie die Fertigungsindustrie von der Digitalisierung profitieren kann

02.11.17 - Siemens zeigt auf der diesjährigen SPS IPC Drives auf über 4.400 m², wie Maschinen- und Anlagenbauer von der Digitalisierung profitieren können. Auch das cloud-basierte Betriebssystem Mindsphere steht im Zentrum des Messestands. lesen

Industrie 4.0 zum Anfassen

Was die Verschmelzung digitaler und physischer Workflows tatsächlich leisten kann, führt das 1.200 m2 große Innovation Center von Rittal am eigenen Steuerungs- und Schaltanlagenbau vor – Industrie 4.0 zum Anfassen. Im Zentrum steht als verbindendes Element der Virtuelle Prototyp eines Steuerungsschranks, der „Digitale Zwilling“. Und tatsächlich: Es funktioniert. Was mit intelligenten Engineering-Werkzeugen sowie durch neueste Produktkonfiguratoren entwickelt, gestaltet und konstruiert wurde, geht nahtlos in die automatisierte Fertigung über. Heißt auch: Ist die Wertschöpfungskette derart stabil, lassen sich neue Methoden vom „Configure to order“ bis hin zum „Engineer to order“ nicht nur andenken, sondern umsetzen. (ud)

Ergänzendes zum Thema
 
Syngineer auf einen Blick

SPS IPC Drives 2017, Halle 6, Stand 210

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