Arbeitsplatz der Zukunft Wie Robotik die Arbeitswelt verändert

Redakteur: Sandro Kipar

Robotik wird im Alltag vieler Arbeitnehmer immer wichtiger. Vor allem Fabrikarbeiter profitieren von den Entwicklungen.

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Roboter spielen auch bei der Ausbildung eine immer größere Rolle.
Roboter spielen auch bei der Ausbildung eine immer größere Rolle.
(Bild: Fanuc America)

Etwa drei Millionen Industrie-Roboter sind in Fabriken weltweit installiert. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Laut der International Federation of Robotics hat dies Auswirkungen auf Ausbildung und Arbeitsplätze. Sie hat untersucht, wie sich Robotik-Know-How auf die Arbeitswelt auswirkt.

„Gefährliche, schmutzige und langweilige Arbeiten zu automatisieren sorgt bei Fabrikarbeitern für verbesserte Berufsbilder", sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics. Arbeitgeber würden deswegen jedes Jahr Tausende Arbeitnehmer zu Robotikkursen schicken. Laut der Federation schulen Roboterhersteller wie ABB, Fanuc und Kuka jedes Jahr 10.000 bis 30.000 Kursteilnehmer in mehr als 30 Ländern. Darunter falle nicht nur das Heranführen an die Thematik, sondern auch die Weiterbildung. „Die Automobilindustrie spielt traditionell eine führende Rolle dabei, Mitarbeiter für den Einsatz der Robotik zu qualifizieren", sagt Gerhard Müller, Vice President Global Customer Services bei Kuka. „Volkswagen hat sich beispielsweise entschieden, eines von unseren Kuka-Colleges direkt im Stammwerk in Wolfsburg einzurichten."

Bildungspolitik muss aktualisiert werden

Da immer mehr Industriezweige auf Automatisierung umstellen, wird die Anwendung von Robotik zunehmend Teil des öffentlichen Bildungssystems in den USA, Europa und Asien, heißt es weiter. Demnach kooperieren etwa 700 Berufsschulen mit ABB Robotics. „Regierungen sind mit der Aufgabe konfrontiert, ihre Bildungspolitik zu aktualisieren. Einen Roboter programmieren und einsetzen zu können ist für Menschen eine zunehmend wichtige Basis-Kompetenz für den Industriearbeitsplatz", sagt Milton Guerry. Die International Federation of Robotics empfehle staatlichen Stellen, sich mit Experten zusammensetzen, um eine Ausbildung für den Arbeitsplatz der Zukunft anbieten zu können.

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