Offshore-Windpark Riffgat Windpark startet als Dieselschlucker

Redakteur: Sariana Kunze

Kein grünes Licht für grünen Strom. Als erster kommerzieller Offshore-Windpark sollte Riffgat nach der Fertigstellung Anfang August umweltfreundlichen Strom aus der Nordsee einspeisen - nur ohne Netzanschluss ein Ding der Unmöglichkeit. Der Betreiber EWE eröffnete den Windpark trotzdem. Schuld an dieser Misere sollen Minen- und Munitionsrückstände aus dem zweiten Weltkrieg sein. Anstatt Strom zu produzieren, werden jetzt Unmengen an Diesel nötig sein, um die Technik zu kühlen. Den grünen Strom soll es dann aller Voraussicht nach erst in einem Jahr geben.

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(Riffgat)

Nachdem EWE bereits maßgeblich am Bau des ersten deutschen Offshore-Testfeldes „alpha ventus“ beteiligt war, hat das Unternehmen vor der Küste Borkums mit Riffgat nun auch den ersten kommerziellen Meereswindpark in der Nordsee errichtet. In 14 Monaten Bauzeit baute EWE dort 30 Windkraftanlagen mit insgesamt 108 Megawatt Leistung auf.

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Wann kommt die geplante klimafreundliche Energie für 120.000 Haushalte?

Mit einer Gesamtleistung von 108 Megawatt könnte Riffgat genug Strom produzieren, um rund 120.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie zu versorgen. Bei den Windkraftanlagen handelt es sich um das Modell SWT-3.6-120 von Siemens. Jede der 30 Windkraftanlagen hat eine Leistung von 3,6 Megawatt bei einem Rotordurchmesser von 120 Metern. Die Nabenhöhe beträgt 90 Meter und entspricht damit der Höhe des Bremer Doms, die Gesamthöhe der Anlage beträgt von der Wasseroberfläche bis zur oberen Rotorblattspitze 150 Meter.

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