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Siemens Zwölf Erfinder des Jahres 2011 ausgezeichnet

Redakteur: Sariana Kunze

Siemens hat im Geschäftsjahr 2011 die Anzahl seiner Erfindungen gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gesteigert - auf rund 8.600 Erfinden, das sind fast 40 pro Arbeitstag. Entscheidend dazu beigetragen haben zwölf Forscher und Entwickler, die Siemens als Erfinder des Jahres 2011 ausgezeichnet hat.

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Erfindung von Dr. Thorsten Freiweier: Diffusionsbildgebung mittels Magnetresonanztechnologie ist besonders schonend für Patienten, aber die Bilder waren bisher schwer zu interpretieren. Dank der Entwicklungen von Dr. Thorsten Feiweier sind Diffusionsbilder jetzt so präzise, dass beispielsweise Durchblutungsstörungen nach einem Schlaganfall sehr genau erkannt werden können. <em id="ForP_F9DFF67E-C4FB-1ED9-F7BC4BB81F4A361B">Bilder: Siemens</em>
Erfindung von Dr. Thorsten Freiweier: Diffusionsbildgebung mittels Magnetresonanztechnologie ist besonders schonend für Patienten, aber die Bilder waren bisher schwer zu interpretieren. Dank der Entwicklungen von Dr. Thorsten Feiweier sind Diffusionsbilder jetzt so präzise, dass beispielsweise Durchblutungsstörungen nach einem Schlaganfall sehr genau erkannt werden können. <em id="ForP_F9DFF67E-C4FB-1ED9-F7BC4BB81F4A361B">Bilder: Siemens</em>
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf ihr Konto allein gehen 730 Erfindungen und 636 erteilte Einzelpatente. „Sie beweisen täglich Pioniergeist, unternehmerisches Denken und internationale Teamarbeit - das sind genau, die Faktoren, die wir brauchen, um auch morgen auf den Weltmärkten erfolgreich zu sein“, sagt Peter Löscher, Siemens Chef, bei der Preisverleihung. Er kündigte an, im Geschäftsjahr 2012 die Investitionen in Forschung und Entwicklung von 3,9 Mrd. Euro im vergangenen Geschäftsjahr um weitere rund 500 Mio. Euro aufzustocken.

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In der aktuellen Patenstatistik des Europäischen Patentamts (für das Jahr 2010) erreichte Siemens mit 2.135 Anmeldungen erstmals in der Firmengeschichte den ersten Platz vor Philips, BASF und Samsung. „In Deutschland und Europa zusammengenommen konnten wir die Patentanmeldungen um 18 Prozent gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr steigern“, sagt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands und Chief Technology Officer von Siemens. „Auch weltweit betrachtet werden unsere Mitarbeiter immer innovativer: Heute meldet im Durchschnitt jeder Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung doppelt so viele Erfindungen an wie im Jahr 2001.“ Die zwölf Erfinder des Jahres 2011 kommen aus Deutschland (Berlin, Erlangen, München, Nürnberg) sowie aus Dänemark, der Schweiz und den USA. Dank ihrer Patente sind viele Produkte entstanden, die es ermöglichen, energieeffizienter und umweltschonender zu wirtschaften. Beispielsweise tragen sie dazu bei, Meerwasser viel energiesparender als bislang zu entsalzen und in Trinkwasser zu verwandeln, die Lebensdauer von Windturbinen zu erhöhen, Motoren und Kraftwerke leistungsfähiger zu machen oder dank einer neuen Software-Architektur komplexe Automatisierungsanlagen zu designen und damit die Produktion in Fabriken ressourcenschonender zu machen.

Erfindung hilft Schlaganfallpatienten

In der Medizin ermöglicht die Idee eines Preisträgers bessere Diagnosen bei Schlaganfallpatienten - so wird dank einer neuen Technologie die Bildqualität von bestimmten Magnetresonanztomographie-Aufnahmen so weit verbessert, dass die Ärzte schnell das Ausmaß der Schädigungen im Gehirn erkennen können und sehen, welches Gewebe noch zu retten ist.

„Mit jedem Geistesblitz, mit jeder Erfindung und jedem Patent legen unsere Forscher und Entwickler neue Grundsteine für das weitere Wachstum von Siemens“, sagt Peter Löscher. „Pioniergeist ist unser Lebenselixier - wir brauchen solche Menschen, die etwas bewegen wollen, engagierte und kreative Mitarbeiter, die Neuland betreten und Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit suchen und finden.“ Die Auszeichnung zum „Erfinder des Jahres“ vergibt Siemens seit 1995 jährlich an herausragende Forscher und Entwickler des Hauses, deren Erfindungen in erheblichem Maße zum Unternehmenserfolg beitragen.

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