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… und Geld motiviert doch - die 7 großen Irrtümer

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Geld ist nicht so wichtig – sagen die, die bereits sehr viel davon haben

Verstärkt wird diese Einstellung dadurch, dass man immer wieder zu hören bekommt, dass Geld nicht wichtig sei; Irrtum zwei. Auffällig dabei, dass dies vor allem von Menschen zu hören ist, die sehr viel Geld besitzen. Vielleicht fragen sich diese ja von Zeit zu Zeit, ob es gerecht sei, dass sie so viel mehr haben als andere. Die Antwort würde mit hoher Wahrscheinlichkeit eine kognitive Dissonanz auslösen, die unangenehm wäre und aufgelöst werden muss. Dafür eignet sich die Überzeugung, dass Geld nicht so wichtig sei, hervorragend. Je stärker die Bedeutung von Geld und Einkommen heruntergespielt werden kann, desto eher kann dieses mentale Problem aufgelöst werden.

Wie wichtig Geld tatsächlich ist, zeigt eine der größten Sozialstudien, die in den letzten Jahren weltweit durchgeführt wurden. Im Königreich Bhutan ermittelt man das Bruttonationalglück und erhebt, was die Menschen brauchen, um glücklich zu sein. Auffällig ist, dass sich die Mehrzahl der Antworten auf materielle Werte und Geld bezieht. Eine Szene im Trailer zum Kinofilm „What Happines Is“ verdeutlicht dies. Befragt wird ein etwa 50jähriger Mann. „Ich brauche eine Million zum Glück“, ist seine Antwort.

Diskutiert man mit Menschen die Motivationskraft des Geldes, entwickelt sich das Gespräch auffallend schnell in die Richtung Irrtum drei. „Ja, aber Geld alleine macht doch auch nicht glücklich“ oder „ja, aber doch nicht jeden“, oder „ja, aber doch nicht am stärksten“. Stellt sich die Frage, weshalb dies dermaßen betont wird?

Geld unterscheidet sich diesbezüglich nicht von möglichen anderen Motivatoren. Für sich alleine betrachtet machen sie alle keinen Sinn. Nicht, weil sie nicht wirken, sondern weil das menschliche Verhalten, das Leben allgemein, eben in Kontexten stattfindet. Dementsprechend sollte die Diskussion über menschliche Antriebe ebenfalls in Zusammenhängen geführt werden. Dass Geld alleine nicht ausreicht, wenn man sonst nichts zur Verfügung hat, keine Freizeit, um es auszugeben, keine Freunde, um es mit ihnen zu teilen, nicht die Gesundheit, um überhaupt Planungen anzustellen, ist keine wesentliche Erkenntnis. Bleibt die Frage, ob die Tatsache, dass Geld für die meisten von uns, extrahiert von den individuellen Kontexten, keine Bedeutung hat, die grundsätzliche Motivationskraft des Geldes aufhebt.

Geld stellt vielmehr einen der größten Antriebe dar, die Menschen zu bestimmten Handlungen bewegen. Zu guten wie zu schlechten. Natürlich gibt es Unterschiede. So wirkt Geld in einer eher individualistischen Gesellschaft noch stärker als in einer eher kollektivistischen. Und selbstverständlich gibt es neben dem Geld weitere wesentliche Motivationsfaktoren, die eine hohe Wirkung erzielen.

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