Personalwesen

… und Geld motiviert doch - die 7 großen Irrtümer

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Reiche leben länger als Arme

Leben kann man also kaufen, auf unterschiedliche Art und Weise. Wenn man genügend Geld besitzt. Wie sieht es mit Gesundheit aus? Reiche Menschen leben länger als arme. Vom Anstieg der Lebenserwartung haben vor allem die Bessergestellten profitiert. Armut erzeugt Dauerdruck und wirkt auf Psyche und Körper. Bei den häufigsten Todesursachen wie Krebs, Herzinfarkt, Atemwegserkrankungen oder Unfall lässt sich der Faktor Armut ebenso ablesen wie bei chronischen Leiden.

In einem Bericht der ZEIT wird der Unterschied in der Lebenserwartung in Deutschland zwischen dem reichsten und ärmsten Viertel der Bevölkerung bei den Männern mit elf und bei den Frauen mit acht Jahren angegeben. Wer mehr Geld hat, kann sich mehr Gesundheit leisten. Wer mehr bezahlt, bekommt alles schneller und vor allem mehr. Bei Bedarf auch Dinge, die eigentlich gar nicht gehandelt werden dürften: Organe. Laut World Health Organisation (WHO) boomt der illegale Organhandel. Ein Vermittler von Organen bewirbt im Guardian seine Dienste mit dem Slogan „Eine Niere spenden, das neue iPad kaufen!“ Für eine Niere bietet er dem Spender 3.000 Euro und verspricht, dass die Operation innerhalb von zehn Tagen durchgeführt werden kann. Bezahlt werden von den Empfängern bis zu 160.000 Euro. Die WHO schätzt, dass jährlich 10.000 Organe weltweit auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Jede Stunde ein Organ.

Eindeutig widerlegen lässt sich die These, dass man mit Geld alles kaufen kann, anhand der bisherigen Beispiele nicht. Vielleicht gelingt es anhand der stärksten menschlichen positiven Emotion, der Liebe. Liebe kann man doch nicht kaufen, oder? Na gut, die körperliche schon. Diese Einschränkung muss gemacht werden. Bordelle und Prostitution begleiten die Geschichte des Menschen. Aber Liebe und Geld, das kann doch nichts miteinander zu tun haben. Oder? Schon wieder täuschen wir uns.

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