Personalwesen

… und Geld motiviert doch - die 7 großen Irrtümer

Seite: 5/7

Firma zum Thema

Mit Geld kann man nicht alles kaufen – wirklich?

Der Gedanke, dass Geld nicht glücklich macht, ist genau so ein Irrtum, wie die Überzeugung, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann - Irrtum sieben.

Es ist natürlich eine gewagte und provokante Behauptung, dass man mit Geld alles kaufen könne. Es muss doch zumindest einige wenige Dinge geben, die man mit Geld nicht kaufen kann. Die sogenannten wirklich wichtigen Dinge zum Beispiel. Leben kann man bestimmt nicht kaufen. Mit keinem Geld der Welt. Gesundheit bestimmt auch nicht; ebenso wenig wie Liebe – oder?

Falsch gedacht. Reiche Menschen schaffen es zu allen Zeiten, sich aus der Schusslinie der Gefahr zu kaufen. Das ist tatsächlich eine Frage des Geldes und funktioniert selbst heute noch. Leben kann auch indirekt erworben werden.

Wie das geht? Ganz einfach: Wer Geld hat und reich ist, lebt länger. In den wohlhabenden Ländern leben die Menschen überdurchschnittlich lange. Deutschland und Österreich zählen dabei zu den Top Ten. Aber nicht nur der Unterschied zwischen einzelnen Ländern ist gut dokumentiert. Auch innerhalb der beiden reichen Länder ist der Zusammenhang von Geld und Leben signifikant.

Eine andere Möglichkeit, Leben zu kaufen, bietet die amerikanische Alcor Life Extension Foundation. Das Angebot richtet sich an Interessierte, die sich die Chance auf ewiges Leben auch zu leisten vermögen. Ein Vertrag mit Alcor sieht vor, dass der Leichnam speziell behandelt und in flüssigem Stickstoff bei einer Temperatur von minus 202 Grad tiefgefroren wird. In diesem Zustand bleibt er, bis die Medizin in der Lage ist, den Leichnam wieder zum Leben zu erwecken, zu verjüngen und die Schäden zu beseitigen, die durch das Einfrieren entstanden sind. Zur Wahl stehen zwei Methoden: 120.000 Dollar kostet es, den gesamten Körper einfrieren zu lassen. Den amputierten Kopf nimmt Alcor bereits für 50.000 Dollar in Aufbewahrung.

Kann man über diese Art, Leben zu kaufen, noch lächeln, schockiert die nächste Methode umso mehr und führt tief in die Kriminalität. Diesmal geht es nicht darum, sich das eigene Leben zu erkaufen, sondern um das Leben von anderen Personen; es geht um Kinderhandel. Die UNICEF schätzt, dass jährlich etwa 1,2 Millionen Kinder zu Opfern von Menschenhändlern werden. Allein aus Guatemala werden jährlich bis zu 1.500 Babys in die USA und in praktisch alle Länder Europas verkauft, um dort adoptiert zu werden (Unicef). Käufer sind in der Regel reiche, kinderlose Paare. Dass Kinderhandel verboten und strafbar ist, wissen die Käufer. Legal ist in Indien hingegen das Austragen eines Embryos durch eine Leihmutter. Vor allem Paare aus dem Westen, die auf der Suche nach geeigneten Frauen sind, tun das zunehmend in Indien. Nicht nur, weil es dort erlaubt ist, sondern auch, weil die Kosten nur ein Drittel dessen betragen, was man in den USA dafür bezahlen müsste.

(ID:42750341)