Personalwesen

… und Geld motiviert doch - die 7 großen Irrtümer

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Wenn Geld nicht motiviert, stellt sich die Frage, ob Mitarbeiter ordentlich bezahlt werden sollen, erst gar nicht

Irrtum vier besteht darin, dass viele noch immer glauben, der Mensch ist nur intrinsisch motivierbar und Geld somit als Motivator ausscheidet. Mitverantwortlich dafür sind zwei Modelle aus den Ansätzen der humanistischen Psychologie. Die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg und die Bedürfnishierarchie von Abraham Maslow. Auf der Suche nach dem guten Menschen (siehe Irrtum 1) entschieden sich beide dafür, dem Geld die Motivationsfähigkeit abzusprechen. Das, obwohl sie auf keine wissenschaftlich einwandfreien Forschungen zurückgreifen konnten. Für Unternehmen war diese Botschaft höchst erfreulich und es ist gut nachvollziehbar, dass sie an dieser These festhalten wollten. Wenn Geld nicht motivierend wirken kann, dann stellt sich die Frage, ob Mitarbeiter ordentlich bezahlt werden sollen bzw. müssen, erst gar nicht.

Nun könnte man einwenden, dass Geld doch nur Mittel zum Zweck sei, also maximal eine extrinsische Motivation bewirken würde. Neuere motivationspsychologische Erkenntnisse zeigen aber, dass die strikte Unterscheidung in intrinsisch und extrinsisch motivierte Handlungen eine gewisse Unschärfe aufweist. Dem sozialen Kontext wird dabei zu wenig Bedeutung beigemessen. Aber auch unabhängig von der Diskussion über extrinsische und intrinsische Motivation gilt: Geld ist nicht nur Mittel zum Zweck. Dies zu unterstellen, ist wirklichkeitsfremd.

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