Zukunft Elektromobilität 50 Millionen Kilometer mit Hybrid-Antrieben zurückgelegt

Autor / Redakteur: Christian Bücker / Reinhard Kluger

Wenn es um Elektromobilität in Europa geht, ist Eaton gut aufgestellt. Seit Moeller Teil des Eaton Electrical Sectors ist, erwirtschaftet der Konzern mit 5,9 Mrd. US-Dollar im Jahr fast die Hälfte des Gesamtumsatzes im Electrical Sector.

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( Archiv: Vogel Business Media )

51 Prozent entfallen auf den Industrial Sector mit den Geschäftsbereichen Aerospace, Hydraulics und Vehicle. Auch aufgrund der Diversifizierung verfügt Eaton über ein sehr breites Know How und große Innovationskraft. Im Automobilbereich ist Eaton ein international anerkannter Hersteller für Ventile, Turbolader, Kompressoren und Hydraulikleitungen. Dass Eaton weltweit der einzige Hersteller mit einem vollständigen Angebot von Hybridsystemen für Nutzfahrzeuge und Busse ist, dürfte in Europa insbesondere im Bereich Elektrotechnik noch unbekannt sein.

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Eaton begann mit der Entwicklung des Hybridantriebs bereits vor mehr als 20 Jahren, lange bevor dieser Begriff in der breiten Öffentlichkeit bekannt war. Heute ist der Hybridantrieb − als Oberbegriff für Antriebskonzepte mit zwei unterschiedlichen Energiequellen − eine führende Technologie, um Verbrauchs- und Emissionswerte von Kraftfahrzeugen zu reduzieren. In diesem Segment gilt Eaton als eines der führenden Unternehmen weltweit. Das größte Einsparpotential erreichen Fahrzeuge, die häufig stoppen und wieder anfahren müssen, so etwa Stadtbusse, Müllfahrzeuge, mittelschwere Liefer- und Geländewagen sowie andere Großfahrzeuge. Um eine optimale Hybrid-Lösung für diese Nutzfahrzeuge (Nfz) entwickeln zu können, erstellten Eaton Entwicklungsingenieure exakte Bewegungsprofile der Kundenfahrzeuge. Anhand dieser Daten entwickelte Eaton unterschiedliche Hybridantriebskonzepte: Einen Elektro-Hybrid-Antrieb, einen plug-in Elektro-Hybrid-Antrieb und zwei verschiedene hydraulische Hybridantriebe.

Der Elektro-Hybrid: hybrid electrical vehicle (HEV)

Elektro-Hybrid-Antriebe erweisen sich als optimal für Fahrzeuge mit Aufbauten, so etwa bei einem Lastkran, der normalerweise per Verbrennungsmotor im Leerlauf über Hydraulik angetrieben wird. Um gleichermaßen den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen des Systems zu reduzieren, gilt es, den Motor auszuschalten, wenn das Fahrzeug steht. Sobald die Hilfsenergie fast aufgebraucht ist, startet der Motor automatisch wieder, und die Systemakkus sind in weniger als 5 min wieder aufgeladen.

Der plug-in Elektro-Hybrid hat Ladevorrichtung dabei

Während die Systemakkus der Fahrzeuge mit Elektro-Hybrid-Antrieben (HEV) sich ausschließlich über Bremsvorgänge oder über den Dieselmotor aufladen werden, bieten Fahrzeuge mit Ladevorrichtung − die sogenannten plug-in hybrid electric vehicle (PHEV) − die Möglichkeit, die Fahrzeugakkus an einer Ladestation (EV Quick Charger) aufzuladen.

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