TÜV Süd Ab 2016 wird Test- und Batterietypzulassung für Elektrofahrzeuge Pflicht

Redakteur: Sariana Kunze

Der Gesetzgeber schärft mit der ECE R100, Regelung für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge, die relevante Zulassungsnorm für Elektrofahrzeuge. Ab 2016 ist die Test- und Batteriezulassung für alle verpflichtend.

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Crashtest-Vorbereitung einer Batterie im Crashtest-Zentrum des TÜV Süd.
Crashtest-Vorbereitung einer Batterie im Crashtest-Zentrum des TÜV Süd.
(TÜV Süd)

Der TÜV Süd ist anerkannter Partner für die sogenannte ECE-Homologation (Economic Commission for Europe) von neuen Komponenten, für den elektrischen Antriebsstrang und für komplette Elektrofahrzeuge. Michael Fessler, Leiter Vertrieb und Projektmanagement für Versuchs-/ Test- Dienstleistungen im Bereich elektrische Energiespeicher, erläutert auf dem Kongress zum Forum Elektromobilität die Hintergründe und Herausforderungen der daraus resultierenden Prüfvorschriften.

Lithium-Ionen-Battieren müssen zum Crashtest

Neben der Transportrichtlinie UN 38.3, die generelle Voraussetzung für die Zulassung von Lithium-Batterien sowie Zellen zum Transport, sind nun auch auf Systemebene, also bei kompletten Packs, schwere dynamische und statische Missbrauchsversuche, wie z.B. ein Batteriebrand oder ein Crashversuch, vorgeschrieben. „Da auch wir dem Thema Batteriesicherheit bei TÜV Süd von Beginn an besondere Aufmerksamkeit gewidmet haben und bereits über Prüfbunker in der notwendigen Dimensionierung verfügen, können wir die Anforderungen bereits heute erfüllen. Die Homologationsprüfung nach ECE R100 stellt damit sicher, dass alle Propulsionsbatterien einem weltweiten Standard hinsichtlich der Sicherheit genügen.“ erklärt Fessler.

Umweltschutz bei Batteriesicherheitsprüfungen

Um die geforderten Prüfungen durchzuführen, sind einige komplexe Prüfstände vorzuhalten, welche im Rahmen des Vortrages vorgestellt werden. Dabei ist es zum einen wichtig, die Sicherheit von Personal, Kunden und Prüfstandsequipment zu gewährleisten, da nicht auszuschließen ist, dass ein Prüfling z.B. bei einem Vortest die anspruchsvollen Prüfungen nicht auf Anhieb besteht. Darüber hinaus müssen die Prüfanlagen auch einen gewissen Standard an Umweltschutztechnik vorhalten. „Die Erprobung an Batterien für Hybride und Elektrofahrzeuge erfolgt schließlich für eine Technologie, die zum Umweltschutz beitragen soll, da versteht es sich von selbst, dass im Rahmen der Tests keine unnötige Umweltverschmutzung z.B. durch Emissionen auftreten darf“, fügt Fessler an. Der Vortrag „Anforderungen an sichere und umweltfreundliche ECE R100 Test- und Batterietypzulassung“ widmet sich neben der notwendigen Ausrüstung der Prüfstände auch den Umweltschutzmaßnahmen, die TÜV Süd für Batteriesicherheitsprüfungen getroffen hat. Michael Fessler wird am 2. Kongress-Tag, am 12. März in der Session „Fahrzeug- und Antriebskonzepte“ zu hören sein.

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