Alarmmanagement Wie Video-KI gegen Alarmmüdigkeit im Leitstand hilft
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Produktionsanlagen sind in den vergangenen Jahren transparenter geworden. Kameras, Sensoren, Zutrittskontrolle, Maschinensteuerungen und IoT-Systeme liefern heute ein deutlich dichteres Lagebild. Parallel steigt die Belastung in Leitständen. Denn mit jeder zusätzlichen Datenquelle werden Prozesse zwar sichtbarer, aber es entstehen eben auch Meldungen und Alarme für Ereignisse, die eingeordnet werden müssen.
Was macht diese Entwicklung mit der menschlichen Aufmerksamkeit? Diese nicht beliebig skalierbare Ressource wird in industriellen Leitständen rasch unterschätzt. Wer über Stunden hinweg Monitorwände, Alarmqueues und Statusmeldungen beobachtet, arbeitet an einer physiologischen Grenze. Wie deutlich diese Kapazitätsgrenze auch bei geschulten Fachpersonal zutage tritt, zeigt eine wissenschaftliche Studie mit 42 professionellen Videoperator:innen. Bei der Auswertung von 90-minütigem Videomaterial erkannten die Teilnehmenden nur etwa die Hälfte der gesuchten Verhaltensweisen; zugleich war die Zahl der Fehlalarme hoch.
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