IT/OT-Konvergenz in der Praxis IT-Automatisierung bei BMW: Von 60 Stunden auf 20 Minuten

Quelle: Red Hat 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Um die Fahrzeugentwicklung zu beschleunigen, hat die BMW Group ihre gesamte High-Performance-Computing-Umgebung (HPC) modernisiert. Dabei ersetzte der Autobauer ein 30 Jahre altes Legacy-System durch eine moderne Automatisierungsschicht – mit enormen Zeitersparnissen.

Der weltweit tätige Automobilhersteller reduziert den Zeitaufwand für Infrastrukturkonfigurationen von 60 Stunden auf 20 Minuten – von der höheren operativen Effizienz profitieren 30.000 Mitarbeiter(Bild:  Red Hat)
Der weltweit tätige Automobilhersteller reduziert den Zeitaufwand für Infrastrukturkonfigurationen von 60 Stunden auf 20 Minuten – von der höheren operativen Effizienz profitieren 30.000 Mitarbeiter
(Bild: Red Hat)

In der Industrie verschmelzen klassische Automatisierungstechnik und IT-Infrastruktur zunehmend. Wie massiv die Effizienzgewinne durch konsequente IT-Automatisierung sein können, zeigt aktuell ein Großprojekt bei der BMW Group: Der Autobauer hat die Verwaltung seiner rund 15.000 Linux- und Windows-Server auf die Ansible Automation Platform von Red Hat migriert.Diese HPC-Umgebung ist das Rückgrat der Fahrzeugentwicklung und stemmt rechenintensive Aufgaben wie 3D-Modellierung und Crashtest-Simulationen. Bisher wurde sie von einem eigens entwickelten, 30 Jahre alten System ("scVenus") verwaltet, dessen Support nun auslief.

Infrastructure-as-Code bringt massive Zeiteinsparung

Der Wechsel auf die standardisierte Plattform, die Infrastruktur wie Code behandelt (Infrastructure-as-Code), lieferte im IT-Betrieb sofort messbare Ergebnisse:

  • Drastisch verkürzte Rechenzeiten: Komplexe Infrastrukturaufgaben, die auf tausenden Knoten zuvor bis zu 60 Stunden dauerten, sind nun dank optimierter Playbooks in 20 Minuten erledigt.
  • Weniger Routinearbeit: Der Aufwand für wiederkehrende Verwaltungsprozesse sank um 75 Prozent.
  • Self-Service: Über ein zentrales Portal können die rund 30.000 internen Nutzer Softwarelizenzen erneuern oder Supportanfragen stellen, was die IT entlastet.Dabei war die Prämisse strikt: Die Migration der 15.000 Server durfte die laufende Fahrzeugentwicklung zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigen.

„KI darf Produktionssysteme nicht direkt verwalten“

Für die Zukunft prüft BMW nun den Einsatz ereignisgesteuerter Automatisierung und von KI-Coding-Assistenten, um wiederkehrende IT-Probleme automatisch zu beheben. Dass der Automatisierungsschicht dabei die Rolle des "Gatekeepers" zukommt, stellt Johan Barnard, Team Lead Ansible Core bei der BMW Group, klar: „KI kann nicht direkt damit betraut werden, Produktionssysteme zu verwalten – dafür braucht es eine vertrauenswürdige Automatisierungsschicht.“ Ein Grundsatz, der in Zeiten des KI-Hypes gerade für Anlagenbauer und die industrielle Automatisierung (OT) richtungsweisend sein dürfte.

KI kann nicht direkt damit betraut werden, Produktionssysteme zu verwalten – dafür braucht es eine vertrauenswürdige Automatisierungsschicht.

Johan Barnard, Team Lead Ansible Core bei der BMW Group

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung