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Wendepunkt

Ab wann Industrie 4.0 in Fertigungsunternehmen überwiegen wird

| Redakteur: Ines Stotz

Wann kommt der Wendepunkt, ab dem über die Hälfte der Fertigungsunternehmen auf Industrie-4.0-Produktionsplattformen setzen? Eine neue Studie von Siemens Financial Services hat das herausgefunden.

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Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit für Fertigungsunternehmen, die mit ihrer Investition in Industrie 4.0 einen Wettbewerbsvorteil erzielen wollen, bevor sie mehrheitliche Anwendung findet.
Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit für Fertigungsunternehmen, die mit ihrer Investition in Industrie 4.0 einen Wettbewerbsvorteil erzielen wollen, bevor sie mehrheitliche Anwendung findet.
(Bild: Siemens Financial Services (SFS) )

Die entscheidende Frage in der Fertigungsindustrie ist heute nicht mehr „ob“, sondern „wann“ in die digitale Transformation investiert werden sollte. Laut einer früheren Studie von Siemens Financial Services (SFS) wird der potenzielle finanzielle Wert der Digitalisierung bis zum Jahr 2025 zwischen 6,3 % und 9,8 % des Gesamtjahresumsatzes liegen. In den meisten Märkten sind es die Vorreiter, d. h. die ersten 50 % der Branche, die in neue Technologien und Geschäftsmodelle investieren, die diesen Wettbewerbsvorteil am effektivsten ausschöpfen.

Das Nachsehen haben ihre Konkurrenten, die den Übergang noch nicht eingeleitet haben. Die andere Hälfte des Marktes – die „Nachzügler” – müssen irgendwann in neue Technologien und Modelle investieren. Doch die Möglichkeit, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen, wird zu einem späteren Zeitpunkt deutlich geringer sein, da für die technologischen „Nachzügler“ die Aufrüstung lediglich eine Anpassung an die neue Marktnorm bedeutet.

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Investitionsrendite zwischen 5 und 11 Jahren

SFS befragte Fachleute aus der ganzen Welt – Fertigungsunternehmen, Handelsverbände, Management-Fachberater und Akademiker – um eine Vorstellung davon zu erhalten, wie lange es dauern wird, bis der Wendepunkt erreicht wird. Dadurch konnte das Zeitfenster effektiv bestimmt werden, an dem die digitalen Transformationsinitiativen dieser Unternehmen die erwartete Investitionsrendite erbringen. Bei größeren Unternehmen wird erwartet, dass dieser Punkt in fünf bis sieben Jahren erreicht wird, während es bei kleinen und mittelständischen Unternehmen voraussichtlich etwas länger dauern wird – zwischen neun und elf Jahren.

Pilotprojekte für Industrie-4.0-Lösungen

Um einen Einblick in das aktuelle Umsetzungstempo zu erhalten, wurden die Teilnehmer über den Anteil der Fertigungsunternehmen befragt, die ein signifikantes Industrie-4.0-Pilotprojekt durchgeführt haben, da viele Unternehmen auf ihrem Weg zu Industrie 4.0 und zur digitalen Transformation neue Technologien oder Lösungen vor der vollständigen Einführung zunächst testen. Die Studie ergab, dass 70 bis 80 % der großen Unternehmen ein bedeutendes Pilotprojekt für Industrie-4.0-Produktionslösungen durchgeführt haben, während es bei kleinen und mittelständischen Unternehmen nur 40 bis 50 % waren.

„Finanzierung 4.0” für digitale Transformation

Fertigungsunternehmen aus denselben Regionen wurden auch zu der Rolle befragt, die Spezialfinanzierungen bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformation spielt. Die Studie ergab, dass die mit der Implementierung der digitalen Transformation verbundenen Probleme meist mit der Finanzierung zusammenhängen. Die größten Bedenken der befragten Unternehmen besteht darin, die wirtschaftlichen Vorteile von Industrie 4.0 zu verstehen und mit einer zuverlässigen Rendite rechnen zu können. Die meisten Unternehmen wollen die Gewissheit haben, dass sie die technologische Aufrüstung zu einem Prozentsatz finanzieren, der unter den wirtschaftlichen Gewinnen liegt, oder diesen entspricht, um nachhaltige, und Cashflow-freundliche Investition zu gewährleisten.

Die Finanzierungsmethoden, die eine nachhaltige digitale Transformation ermöglichen, werden als „Finanzierung 4.0” bezeichnet. Diese Methoden decken zahlreiche Anforderungen ab – von einem einzigen Digitalgerät über eine neue Fabrik bis hin zur Akquise eines Konkurrenzunternehmens.

Kongress Innovation 360° Ziel des Kongresses ist es, ein interaktives und praxisnahes Forum für die Weiterentwicklung des zyklischen Innovationsmanagements in komplexen Systemen zu schaffen. Er bietet eine Plattform zum Austausch von Konzepten, Ideen, Anwendungen und Erfahrungen. Besonderer Fokus: die Vernetzung der verschiedenen Domänen wie Maschinenbau, Systemtechnik, Automatisierung, Optimierung, Engineering Management, Ökonomie, Psychologie sowie Produkt Lifecycle-Management.
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Dafür verwenden zukunftsorientierte Unternehmen Finanzierung 4.0 Lösungen:

„Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr „ob“, sondern „wann“ in die digitale Transformation investiert werden sollte“, sagt Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial Finance Geschäfts von Siemens Financial Services in Deutschland und Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens Finance & Leasing GmbH. „Die meisten führenden Unternehmen jeder Größe suchen nach nachhaltigen Methoden, um in die digitale Transformation zu investieren, damit sie als die ersten 50 % der Anwender in den Genuss von Vorreitervorteilen kommen. Es gibt jedoch eine Reihe von Herausforderungen, die sich vor allem auf die praktischen Einzelheiten der Investition in die erforderliche Technologie und Ausrüstung konzentrieren.”

„Zukunftsorientierte Unternehmen verwenden Finanzierung 4.0 Lösungen, um ihre digitale Transformation zu beschleunigen, sich einen Marktvorteil zu sichern und ihren Konkurrenten zuvorzukommen.”

Finanzierungslösungen 4.0

Siemens und Siemens Financial Services werden stellen ihre Finanzierungsmodelle den Unternehmen vor, denen es dabei helfen soll, sich diese Lösungen zunutze zu machen.

Denn: Zukunftsorientierte Unternehmen suchen sich in zunehmendem Maße auch Finanzierungslösungen 4.0. Dazu gehören spezialisierte Finanzierungsmethoden, wie nutzungsorientierte Finanzierungsvereinbarungen (Pay-to-Use), Software-Finanzierung und erfolgsbezogenen Finanzierungsvereinbarungen (Pay-for-Outcomes). Diese stellen praktische Methoden zur Verfügung, um Unternehmen dabei zu helfen, so schnell wie möglich in Industrie 4.0 zu investieren und Early-Adopter-Vorteile zu erzielen.

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