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Über 12 t Stahl, Motoren und Winden sowie über 3.000 m Leitungen umfasst das Automatisierungspaket im Inneren des Stahl- und Aluminium-XY-Rahmens von King Kong. Dabei galt es, die Versorgung der 16 Mikroprozessoren und 15 Servomotoren mit Strom zu gewährleisten und gleichzeitig die Bewegung von Augen, Augenbrauen und Augenlider, der Nase, Lippen sowie Kiefer, Hals und Schultern sicher zu stellen. Im Inneren wird die Antriebsvorrichtung von sehr eng geleiteten Kabeln und Zugketten bedient. Für die Servo- und Steuerungsfunktionen wurden Lütze Superflex Pur-Leitungen ausgewählt. Auch vollständige Kabelkonfektionen waren Teil der Lieferanforderungen. Mehrere, zu jeder Schulter gehende Leinen ermöglichen den Bedienern des Primaten eine unabhängige Auf- und Abbewegung der Gliedmaßen. Dies gibt ihnen die Fähigkeit, King Kong auf der Bühne vorwärts und rückwärts zu manövrieren. Optionale Leinen können dabei auch mit King Kongs Rücken oder Vorderseite verbunden werden, was zusätzliche Bewegungen erlaubt.
Die sich auf dem Fahrgestell befindlichen druckluftbetriebenen Muskeln, in Form einer Schicht aus aufblasbaren Kammern, verleihen dem Gorilla eine leichtgewichtige Körperform. Darüber befindet sich eine weitere Reihe detaillierter, ausgeprägter Muskelbeutel, die sich strecken und zusammenziehen können und dem Affen so das Aussehen einer realistischen Anatomie geben. So kann King Kong am Anfang jeder Musicalaufführung seine Kraft durch wutentbranntes Auf-den-Boden-Stampfen unter Beweis stellen, ohne ein Erdbeben auszulösen. Mit der Figur des King Kong gelang eine besondere Automatisierungstechnik. Einerseits durch die Puppensteuerung mit großer szenischer Funktionalität, andererseits durch die zentrale Unterbringung aller Steuerungs- und Sicherheitssysteme innerhalb des Automatisierungssystems.
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