Steckverbinder- und Anschlusstechnik

Aktuelle Produkte aus der Verbindungstechnik

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Den PV-Stick mit Push-in-Anschluss stellt Weidmüller als den schnellsten werkzeuglosen Steckverbinder für 1.500 V DC Anlagen vor. Detail 1: Die korrekte Abisolierlänge lässt sich mit Hilfe der gut sichtbaren Markierung an der Verschlusskappe prüfen. Detail 2: Das ergonomische Design erleichtert die Konfektionierung und Installation des PV-Steckverbinders selbst unter erschwerten Bedingungen.
Den PV-Stick mit Push-in-Anschluss stellt Weidmüller als den schnellsten werkzeuglosen Steckverbinder für 1.500 V DC Anlagen vor. Detail 1: Die korrekte Abisolierlänge lässt sich mit Hilfe der gut sichtbaren Markierung an der Verschlusskappe prüfen. Detail 2: Das ergonomische Design erleichtert die Konfektionierung und Installation des PV-Steckverbinders selbst unter erschwerten Bedingungen. (Bild: Weidmüller)

In unserem aktuellen Themencluster Steckverbinder & Anschlusstechnik haben wir fünf Produkte zusammengefasst: Push-in-Steckverbinder für Photovoltaikanlagen oder beispielsweise Industriesteckverbinder für Datenübertragung nach Kat.7A.

Crimpfreier Steckverbinder für Photovoltaikanlagen: Stecken – drehen – Strom

Der PV-Stick mit Push-in-Anschlusstechnik für 1.500 DC-Anlagen ist Bestandteil des Weidmüller Spektrums an Komponenten für die Installation von Photovoltaikanlagen. Der Steckverbinder entspricht der Norm IEC 62582 und ist TÜV-geprüft. Damit will der Hersteller die Kundenanforderung nach einer einfachen, schnellen sowie sicheren Montage ohne den Einsatz von großem und komplexen Werkzeug erfüllen.

Anwender schließen PV-Leitungen mit einem Leitungsdurchmesser von 5,5 bis 7,5 mm im „Handumdrehen“ am PV-Stick an. Der Schieber im vormontierten PV-Stick spannt die Feder für den Leiteranschluss vor, der abisolierte Leiter wird einfach in den Schieber eingelegt. Dieses Konstruktionsprinzip gewährleistet eine Trennung von mechanischer und elektrischer Funktion. Beim Einschieben wird der Schieber durch die Leiterisolierung bewegt, so dass selbst feindrähtige Leiter beim Einführen nicht aufspleißen. Die anzuschließende feindrähtige Leitung muss nicht mit einer Aderendhülse oder einem Crimpkontakt versehen werden. Das Verrasten des Leiters begleitet eine deutlich hör- und fühlbare Rückmeldung. Nach dem Klick prüfen Anwender durch kurzes Zurückziehen die elektrische Kontaktierung. Die Kontaktierung soll sich durch hohe Leiterauszugskräfte auszeichnen. Im dritten und letzten Schritt erfolgt die Zugentlastung und Abdichtung – die schraubbare Verschlusskappe wird einfach angezogen. Dieser Vorgang kann per Hand oder mit dem Multi-Tool PV erfolgen.

Rundsteckverbinder für raues Umfeld jetzt fertig umspritzt

Der Distributor und Kabelkonfektionierer EVG bietet alle vier Baugrößen 11, 13, 17 und 23 der vibrationssicheren Rundsteckverbinder aus der Serie S187 (CPC) auch mit isolierender und zugentlastender Umspritzung aus hochwertigem TPU an. Die Steckverbinder für Betriebsspannungen von 250 V (nach UL) stehen mit Polzahlen von 4, 9, 14, 24 und 37 zur Verfügung.

Alle Bestandteile der Baureihe S187 (CPC), die als wirtschaftliche, gewichtssparende Alternative zu Rundsteckverbindern aus Metall entwickelt wurde, sind für den Einsatz in anspruchsvollen, verschmutzungsintensiven Anwendungsbereichen wie Land-, Bau- und Industriemaschinen oder Schweißgeräten ausgelegt. Die 9-polige Version der Bauform 13 entspricht ISO 11783 und eignet sich somit für die Datenübertragung via Isobus, dem maßgeblichen Bus-Standard in der Agrar- und Forsttechnik. Je nach Ausführung erreichen die Steckverbinder einen Schutzgrad bis IP65/IP67 und halten abhängig vom gewählten Kabel Temperaturen zwischen -55 °C und 105 °C stand. Ihre Bajonettverriegelung mit Trapezgewinde weist eine Endverrastung als Vibrationssicherung auf. Durch die standardmäßige Umspritzung der Steckverbinder und Kabel erhalten Anwender qualitativ hochwertige Lösungen, die Aufwand für die Eigenkonfektionierung einsparen sollen. Auf Anfrage sind die Steckverbinder auch mit Metallgehäusen und vergoldeten Kontakten lieferbar, darüber hinaus konfektioniert und umspritzt EVG auf Kundenwunsch die zweite Seite individuell mit anderen Produkten. Zudem werden auch beigestellte kundenspezifische Kabel verarbeitet. Komplettiert wird das Angebot durch entsprechende Kupplungselemente und Geräteanschlüsse im Kunststoffgehäuse.

Industriesteckverbinder für Datenübertragung nach Kat.7A

Harting hat das Han Gigabit Modul auf die Übertragungskategorie Kat.7A ausgelegt, die für das 10-GB-Ethernet geeignet ist. Das Modul ermöglicht die Übertragung mit einer Betriebsfrequenz von bis zu 1000 MHz. Gegenüber dem Standard Kat.6A hat sich die Signalintegrität verbessert und die Störsicherheit erhöht. Kat.7A-Kabel bestehen aus vier einzeln abgeschirmten Adernpaaren, die von einem gemeinsamen Schirm umgeben sind. Harting ist damit nach eigenen Angaben der erste Hersteller, der einen modularen Industriesteckverbinder für die Datenübertragung nach diesem Standard anbietet.

Auch das bisherige Han Gigabit Modul ist bereits für die Übertragung hoher Datenraten geeignet. Es entspricht der Kategorie 6A für Übertragungsfrequenzen bis 500 MHz – und ist ebenfalls 10-GB-Ethernet konform. Das Gigabit Modul zeichnet sich generell durch seine robuste Bauform und die zuverlässigen Übertragungseigenschaften aus. Es ermöglicht den Datentransfer entsprechend dem erhöhten Bandbreitenbedarf der Industrie und stellt hohe Anforderungen an die Unterdrückung von Nebensignaleffekten und Rauschen. Die Kategorie 6A bildet in aktuellen Applikationen den am weitesten verbreiteten Industriestandard in der Netzwerktechnik.

Kleinspannungs-Kontaktierung in allen Klima- und Gefahrenzonen

R. Stahl führt nach den neuesten Normen und konform zur IEC EN 60309-1/-2 entwickelte Kleinspannungs-Steckdosen und -Stecker der Serie 8573 im Programm. Die in 2- und 3-poliger Ausführung erhältlichen Geräte sind für Spannungen bis 50 V bei Stromstärken bis 16 A ausgelegt. Die Schutzart IP 66 bietenden Stecker und Steckdosen verfügen über abgedichtete Steckstifte oder Kontakte, die das Eindringen von Schmutz und Wasser ins Gehäuseinnere verhindern. Hochwertige, selbstreinigende Kontaktmaterialien sollen den Kontaktwiderstand minimieren und die Korrosionsbeständigkeit selbst in aggressiven Gasatmosphären gewährleisten. Zum Schutz vor Chemikalien und mechanischen Beschädigungen sind die Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polyamid gefertigt. Mit ihrem erweiterten Temperaturbereich von -50 °C bis 60 °C eignen sie sich für den Einsatz in extremen Klimazonen sowie im maritimen Bereich.

Die Baureihe 8573 ist für den weltweiten Betrieb in Zone 1/21 sowie 2/22 zertifiziert und umfasst Steckdosen zur Wandmontage und Flanschbefestigung sowie eine Kupplung und einen Stecker. Die Wandsteckdose mit integriertem, innenliegendem Drehschalter beugt durch mechanische Verriegelung dem unbeabsichtigten Lösen des Steckers vor und erleichtert durch ihre tiefgezogene Gehäusestruktur die elektrische Installation. Ein optimierter Einbauflansch verringert den benötigten Einbauraum der Flanschsteckdose. Beim Stecker der neuen Baureihe reduzieren schwimmend gelagerte Stifte die Steck- und Ziehkräfte. Eine ausklappbare Zugentlastung bietet zusätzlichen sicheren Schutz vor mechanischen Belastungen.

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