Interview: ISV Industrie Steck-Vorrichtungen Besondere Kontakte: exklusive Technologie bietet dauerhafte Sicherheit für Mensch und Maschine

Redakteur: Ines Stotz

Seit 60 Jahren ist die Marechal Electric Group (MEG) einer der weltweit führenden Anbieter für Industrie-Steckverbindungen. Die Gruppe bietet mit den Dekontaktor-Baureihen eine spezielle Technologie – eine Steckvorrichtung mit exklusivem integriertem Schaltsystem.

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Der Marechal-Dekontaktor ist eine Steckvorrichtung mit integrierter Schaltfunktion. Er ermöglicht eine sichere Lasttrennung bis 250 A.
Der Marechal-Dekontaktor ist eine Steckvorrichtung mit integrierter Schaltfunktion. Er ermöglicht eine sichere Lasttrennung bis 250 A.
(Bilder: ISV)

Um die Sicherheit von Personen und Gütern zu gewährleisten, bietet diese Technologie eine passende Lösung für Industrie, Dienstleistungen, Infrastruktur und explosionsgefährdete Bereiche. Prokurist Hans-Peter Hinz, Leiter Vertrieb und Technik bei ISV Industrie Steck-Vorrichtungen sowie Vertriebsleiter Andreas Bross, ISV, erklären im Interview, was dahinter steckt und geben interessante Einblicke in das Leistungsspektrum und die Unternehmensentwicklung.

Die Marechal Electric Group wird 60 Jahre alt und tritt jetzt unter einem gemeinsamen Logo auf. Was waren die Gründungsidee und die wesentlichen Stationen Ihrer Firmenhistorie?

Hans-Peter Hinz: Das Unternehmen wurde 1952 von Gilles Maréchal mit dem Ziel gegründet, die Sicherheit elektrischer Steckverbindungen maßgeblich zu verbessern. Dies gelang ihm durch den Einsatz der Stirndruck-Kontakttechnologie in Steckvorrichtungen. Der Marechal-Dekontaktor ist eine Steckvorrichtung mit integrierter Schaltfunktion und ermöglicht eine sichere Lasttrennung bis 250 Ampere.

In Deutschland wurde 1969 eine Vertriebsgesellschaft gegründet, die 1979 zu einem eigenen Produktionsstandort unter der Firmierung ISV ausgebaut wurde. Weitere Niederlassungen und Produktionsstandorte folgten in USA, Spanien, Südafrika und Australien.

Sie haben 2011 mit etwa 320 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro erreicht und weisen ein kontinuierliches jährliches Wachstum von rund zehn Prozent auf. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Andreas Bross: Wir bedienen einen Nischenmarkt mit speziellen Anforderungen. Diesen versuchen wir in einem hohen Maße gerecht zu werden. Unser Portfolio für die Industrie bietet Steckvorrichtungen und Steckverbinder in entsprechenden Ausführungen: schaltbar, wasserdicht IP67, explosionsgeschützt nach ATEX, hitzebeständig, EMV, mehrpolig, self-ejecting oder schlüsselfertige Lösungen mit Verteilerkästen und kundenspezifischer Bestückung.

Wo produzieren Sie hauptsächlich?

Andreas Bross: MEG hat Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, USA und Australien.

Das wird Geschäft immer globaler und der Wettbewerb immer internationaler. Wie bewältigen Sie diese Herausforderungen?

Hans-Peter Hinz: Wir setzen auf Kundennähe und bauen unsere weltweite Präsenz kontinuierlich aus. Heute sind wir über Niederlassungen und exklusive Vertriebspartner weltweit in mehr als 70 Ländern vertreten. Die spezifischen Anforderungen und Normen der verschiedenen Märkte kennen wir daher sehr gut und können mit optimalen und innovativen Lösungen reagieren.

Dies drückt sich auch in der hohen Anzahl an Patentanmeldungen aus. Wie schaffen Sie solch eine Entwicklungsdynamik?

Andreas Bross: Fünf Prozent des Umsatzes investieren wir jährlich in Forschung und Entwicklung. Innovation und Sicherheit sind zentrale Themen unserer Firmenphilosophie. Somit konnten wir es schaffen, insgesamt 90 Patente anzumelden, wovon 20 noch aktiv sind.

Und welche besonderen Fähigkeiten prägen Sie und Ihre Mitarbeiter?

Hans-Peter Hinz: Es ist vor allem die Fähigkeit, stets auf die spezifischen Anforderungen des Marktes einzugehen. Durch Fachkompetenz und Kundennähe sind unserer Mitarbeiter in der Lage, alle Beteiligten in jeder Phase eines Projektes kompetent zu beraten: ausschreibende Firmen, Ingenieurbüros, Installateure, Händler und Endanwender.

Wo liegen Ihre technischen Kernkompetenzen und worin unterscheidet sich das Portfolio von anderen Anbietern?

Hans-Peter Hinz: Die Marechal-Technologie geht über die Anforderungen der gängigen Normen für Industrie-Steckvorrichtungen hinaus und ermöglicht steckbare Anschlüsse von wenigen Milliampere bis 700 Ampere. Wichtigster Aspekt sind die Sicherheit und Langlebigkeit unserer Steckvorrichtungen, die für den rauen Einsatz in der Industrie und für extreme Bedingungen wie Feuchtigkeit, Schmutz und chemische Einflüsse konzipiert sind.

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