Neuer Rekordwert Diese Ingenieure sind jetzt gefragter als je zuvor

Von Melanie Krauß

Ende des letzten Jahres wurden mehr Ingenieure gesucht als je zuvor. Welche Bereiche besonders gefragt sind und warum Ingenieure der Maschinen- und Fahrzeugtechnik wieder aufatmen können.

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Rekord: Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es noch nie mehr offene Stellen für Ingenieure.
Rekord: Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es noch nie mehr offene Stellen für Ingenieure.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Seit 2011 veröffentlicht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) den „Ingenieurmonitor“. Nachdem die offenen Stellen während der Coronakrise im Jahr 2020 deutlich eingebrochen waren, hat sich die Zahl inzwischen wieder erholt. Mehr noch: zum Ende des Jahres 2021 klettert sie auf den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Durchschnitt verzeichnete der VDI 140.000 offene Stellen pro Monat. Für 2022 rechnet der Verband mit noch mehr Stellenangeboten.

Besonders gefragt sind nach wie vor die Informatiker. Auf sie entfallen rund 48.800 offene Stellen, gefolgt von den Bauingenieurberufen. Dort gab es im dritten Quartal 2021 durchschnittlich 41.700 Stellen zu besetzen. Mit deutlichem Abstand folgen dann die Ingenieurberufe der Energie- und Elektrotechnik (19.300 Stellen) und der Maschinen- und Fahrzeugtechnik (13.300). Letztere waren zu Beginn der Coronakrise besonders stark von den Einbrüchen betroffen und zeigen nun deutliche Erholungstendenzen. Die Anzahl der offenen Stellen übertrifft nun sogar den Wert aus dem vierten Quartal 2019.

Rund vier unbesetzte Stellen pro verfügbarem Ingenieur

Um Engpässe auf dem Arbeitsmarkt festzustellen, vergleicht der Ingenieurmonitor regelmäßig die Anzahl der offenen Stellen mit dem vorhandenen Arbeitskräfteangebot im jeweiligen Bereich. Das Ergebnis lässt Rückschlüsse darüber zu, wie viele offene Stellen auf einen verfügbaren Ingenieur kommen. Je größer die Zahl, desto größer der Arbeitskräfteengpass.

Über alle Berufskategorien hinweg liegt der Wert bei 3,87 unbesetzten Stellen pro Arbeitskraft. Noch sehr viel deutlicher fällt der Engpass aber in den Bauingenieurberufen aus. Hier kommen auf einen verfügbaren Ingenieur 6,6 offene Stellen. Auf Platz zwei liegen die Ingenieurberufe der Energie- und Elektrotechnik (5,57 offene Stellen pro Arbeitskraft) und auf Platz drei folgen die Informatikerberufe (5,02 Stellen pro Arbeitskraft). Die kleinsten Engpässe finden sich bei den Ingenieurberufen der technischen Forschung und Produktionssteuerung (1,3 Stellen pro Arbeitskraft) sowie bei den sonstigen Ingenieurberufen (1,1 Stellen pro Arbeitskraft). Es gibt jedoch keine Berufskategorie mit einem Überangebot an Arbeitskräften.

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