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Mensch-Maschine-Kommunikation Digital wiederbeschreibbare Tasten

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Folientastaturhersteller Kundisch präsentiert mit seiner Entwicklung Digital Label System wiederbeschreibbare und funktionale Tasten.

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HMI geht neue Wege: Mit dem Digital Label System (DLS) können Maschinensteuerungen je nach Anwendung immer wieder umgeschrieben werden, indem Tasten und E-Paper miteinander verknüpft werden. Die Funktionalität ändert sich bei Bedarf binnen Sekunden.
HMI geht neue Wege: Mit dem Digital Label System (DLS) können Maschinensteuerungen je nach Anwendung immer wieder umgeschrieben werden, indem Tasten und E-Paper miteinander verknüpft werden. Die Funktionalität ändert sich bei Bedarf binnen Sekunden.
(Bild: Kundisch)

Flexibilität ist eines der wichtigsten Merkmale, das heute von Mitarbeitern auf der ganzen Welt verlangt wird. Im industriellen Bereich erwarten sie dann nicht selten starre Systeme, denen es sich anzupassen gilt. Mit dem zum Patent angemeldeten Digital Label System (DLS) will Kundisch dem entgegen wirken. Wiederbeschreibbare E-Paper lassen Mensch-Maschinen-Schnittstellen adaptiv werden. Tastenbeschriftung und Funktionen lassen sich je nach Nutzer binnen weniger Augenblicke ändern.

Kundisch verbaut funktionale E-Paper in Tasten

Bis zu 126 je 1,54 Zoll große E-Paper aus Glassubstrat arbeitet Kundisch in die Maschinensteuerungen ein, die jeweils einzeln verdrahtet und mit unterschiedlichen Funktionen belegt sind. „Die einzelnen E-Paper werden mechanisch verbaut und mit jeweils einer Slave-Platine verknüpft“, erklärt Hendrik Bergau, Field Application Manager bei Kundisch. „Dem dahinter sitzenden Teilnehmer wird von der Master-Platine eine Adresse zugeordnet. Sie weiß, an welcher Stelle welches E-Paper, welches Symbol und welche Funktion zu sein hat und kann binnen Sekunden die Belegung ändern.“ Diese Master-Platine kommuniziert später mit der übergeordneten Rechnereinheit – sei es ein PC oder eine Steuerung.

Mehr Flexibilität im sicherheitsrelevanten Bereich

Aktuell konnte Kundisch Maschinen eines Herstellers von Automobilpressen mit dem System ausstatten. Gefragt waren 60 funktionale Tasten, die nun ressourcensparend in drei Ebenen in 20 Tasten untergebracht sind – auf der obersten Ebene die wichtigsten Funktionen, auf den unteren beiden die nicht ganz so häufig verwendeten. „Das System gibt den Maschinensteuerungen die nötige Freiheit, so flexibel zu agieren, wie es sonst nur mit Touchsystemen möglich ist.“ Im Touch dürfen keine sicherheitsrelevanten Funktionen untergebracht werden, weswegen das DLS gerade für Maschinensteuerungen, aber auch für die Beschriftung von Schaltschränken interessant ist. E-Paper können darüber hinaus spannungsfrei betrieben werden, sie benötigen lediglich zum Umschalten für kurze Zeit Energie.

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