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Steckverbinder & Anschlusstechnik Direkt gesteckt in die Zukunft

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Infineon goes Campeon – hinter diesem Kunstwort aus Campus und Infineon verbirgt sich ein neues Konzept für die Arbeitswelt von morgen: eine offene, funktionale Arbeitsumgebung mit

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Computer-Grafik des Unternehmensstandorts Campeon von Infineon Technologies
Computer-Grafik des Unternehmensstandorts Campeon von Infineon Technologies
( Archiv: Vogel Business Media )

Infineon goes Campeon – hinter diesem Kunstwort aus Campus und Infineon verbirgt sich ein neues Konzept für die Arbeitswelt von morgen: eine offene, funktionale Arbeitsumgebung mit Campus-Charakter – für den schnellen Austausch von Wissen, zur Stärkung der Kommunikation sowie zur Förderung von Team- und Projektstrukturen. In der neuen Konzernzentrale finden seit Anfang 2006 circa 6000 Mitarbeiter aus Forschung, Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung beste Arbeits- und Kommunikationsbedingungen vor. Die ein- bis dreigeschossigen Gebäude befinden sich inmitten eines Parks, umgeben von einem See. Zum Gebäudekomplex, der circa 150 000 m² oberirdische Geschossfläche umfasst, gehören auch Cafés und Restaurants, kleine Läden, ein Fitnessbereich und eine Kindertagesstätte.

Eine Klemme für unterschiedliche Aufgaben

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Ein Projekt dieser Größenordnung stellt hohe Anforderungen an die Elektro- und Gebäudetechnik. Bei der Ausrüstung setzt das Passauer Unternehmen SAB Schaltanlagenbau zusammen mit seinen drei Projektpartnern Bauer Elektrounternehmen, Elektro Kreuzpointner und Prinzing Elektrotechnik, auf Installationstechnik von Phoenix Contact. Im Vordergrund steht dabei die neue Installations-Klemmen-Familie DTI mit Direkt-Steck-Technik. „Wir haben uns wegen des werkzeuglosen Leiteranschlusses dafür entschieden“, begründet Martin Anetzberger, Geschäftsführer der SAB Schaltanlagen. „Mit eindrähtigen Leitern vereinfacht die Direkt-Steck-Technik das Handling in der Gebäudetechnik – und spart damit Zeit und Kosten.“

SAB nutzt die DTI-Installations-Klemmen für unterschiedliche Schaltungs- und Verdrahtungsaufgaben: Standard-Beleuchtungsanlagen, Sicherheits- und Notlichtsysteme sowie Tür- und Torsteuerungen. Insgesamt umfasst die Installation etwa 700 Standverteiler mit rund 180 000 Installationsklemmen in Direkt-Steck-Technik. Natürlich spielt bei einem solchen Projekt die Planungssicherheit eine entscheidende Rolle. „In der Kürze der veranschlagten Installationszeit von nur drei Monaten war die durchgängige Qualitätskette oberstes Gebot“, erklärt Anetzberger. Da zeige sich dann schnell, wie es um die Produktqualität der eingesetzten Komponenten sowie um Schnelligkeit und Termintreue bei der Lieferung bestellt ist.

Die Globalisierung macht auch vor der Installations-Branche nicht halt, ausländische Fertigungsstätten sind bei der Schaltschrank-Verdrahtung nicht selten. Für Martin Anetzberger zählen jedoch die Flexibilität und Qualität als Standortvorteile bei der zeitkritischen Produktion qualitativ hochwertiger Anlagen mehr als niedrige Arbeitslöhne hinter der Landesgrenze.

Flexibel auch bei nachträglichen Änderungen

Eine einfache Verdrahtung der Installations-Klemmen ist dabei ein wesentliches Argument. Phoenix Contact hat deshalb eine Federkontur entwickelt, die eine werkzeuglose Frontverdrahtung von starren Leitern auf der Verbraucherseite sowie eine Verdrahtung flexibler Leiter mit Vorkonfektionierung bei der internen Schrankverdrahtung ermöglicht. Die Feder öffnet bei der Kontaktierung durch das Einschieben des Leiters selbsttätig.

Die DTI-Klemmen haben aber noch weitere Vorteile: Sie lassen sich nachträglich in Verbundanordnung, also auch bei montierter Neutralleiter-Sammelschiene, einzeln auf- und abrasten. Laut Martin Anetzberger ist das besonders bei späteren Änderungen oder Erweiterungen der Anlage vorteilhaft. Zudem nutzt SAB auch die durchgängige Doppelbrückung pro Verdrahtungsetage. Mit Hilfe des patentierten FBS-Steckbrücken-Systems aus dem Clipline-complete-Programm lassen sich schließlich unterschiedliche Schaltungen und Potenzial-Verteilungen schnell und einfach realisieren.

Eindeutige Schaltposition minimiert Prüfaufwand

Für die Haupteinspeisungen nutzt SAB die klassische Schraub-Anschlusstechnik: Reihenklemmen für Anschluss-Querschnitte bis 240 mm². Die unterschiedlichen Installations-Systeme können ohne Einschränkung miteinander kombiniert werden. Denn alle Klemmen haben unabhängig vom Nennquerschnitt die gleiche Positionierung der NLS-Schiene.

Zudem erfüllt die DTI-Familie alle Anforderungen der relevanten Normen. So wird zum Beispiel für Sicherheits-Beleuchtungsanlagen nach Din EN 50172/Din VDE 0108 verlangt, dass in den Verteilern der Isolations-Widerstand ohne Abklemmen des Neutralleiters gemessen werden kann. Im diesem Projekt realisieren das so genannte Neutralleiter-Trennklemmen.

In den Campeon-Gebäuden werden vorwiegend die kompakten DTI-Dreistock-Klemmen eingesetzt, wobei die Leiteranschlüsse je Stromkreis platzsparend übereinander angeordnet sind. Alle Klemmen mit Neutralleiter-Trennfunktion sind mit einem federnden Schiebekontakt zur Sammelschiene ausgerüstet. So ist die Schaltposition eindeutig erkennbar, was den Prüfaufwand in der Praxis verringert. Von der Grundausführung einer Außenleiter-Durchgangsklemme bis zur klassischen Einphasen-Netzanschluss-Klemme PE/L/NT stehen zahlreiche Varianten zur Verfügung.

Phoenix Contact, Tel. +49(0)5235 300

Gordon Busch, Mitarbeiter im Produktmarketing Industrielle Verbindungstechnik, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg

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