Drives-Konzept Durchgängige Software verkürzt Engineeringzeiten in der Antriebstechnik

Redakteur: Reinhard Kluger

PacDrive 3 ermöglicht durchgängige Ethernet-basierte Kommunikation auf Basis von Sercos III. Eine integrierte Safety-Lösung und ein neues flexibles Drive-Konzept sind die auffälligsten Neuerungen. Die Tools, bereits in einer Entwicklungsumgebung integriert, bieten leistungsfähige Ansätze, um Engineering-Zeiten weiter senken zu können.

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PACDrive 3 nutzt die durchgängig Ethernet-basierte Kommunikation auf Basis von Sercos III. <em id="ForP_A1B0D8FD-B4BB-35FD-E85271A277128776">Bild: Schneider Electric</em>
PACDrive 3 nutzt die durchgängig Ethernet-basierte Kommunikation auf Basis von Sercos III. <em id="ForP_A1B0D8FD-B4BB-35FD-E85271A277128776">Bild: Schneider Electric</em>
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einfacherem Engineering und schnellerer Inbetriebnahme fängt der Maschinenbauer die stetig steigenden Kosten im Maschinenbau ab. Bei den Herstellern von Verpackungsmaschinen steht PacDrive seit Jahren für eine Steuerungstechnologie, die mit einer einzigen Hardware-Plattform synchron fahrende Servoachsen, SPS-Funktionen und Roboter steuert. Mit der aktuellen Version PacDrive 3 will Schneider Automation, Marktheidenfeld, weiteres Potenzial erschließen.

So bieten die neuen PacDrive Controller LMC 300 C, 400 C und 600 C eine skalierbare Performance: Über 100 Achsen sind synchronisierbar. Wer weniger Achsen benötigt, kann die LMC 101 C und 201 C nutzen. Diese kompakte Steuerungen sind für Anwendungen mit acht und weniger Synchronachsen in Vorbereitung. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal: Der Wechsel von Sercos II auf Sercos III als Antriebsbus, als Ethernetbasierter Bus durchgängig für Antriebs-, I/O- und Safety-Kommunikation einsetzbar.

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Zahlreiche Kommunikationsprotokolle

Alle Steuerungen haben neben der Sercos III-Schnittstelle eine CAN- und und eine Standard-Ethernet-Schnittstelle onboard sowie eine serielle Schnittstelle. Die Controller der Serie LMC x00C haben zusätzlich je eine Profibus- und eine RT Ethernet-Schnittstelle (Profinet oder Ether-net/IP). Ein integrierter freier Slot ( zwei bei der LMC x00C) bietet Spielraum für weitere Feldbus- und RT-Ethernet-Schnittstellen. Mit den Controllertypen LMC x00C lassen sich zusätzlich zu Standard-Ethernet und Sercos bis zu vier Kommunikationsprotokolle gleichzeitig betreiben (bis zu drei RT-Protokolle plus ein Feldbusprotokoll). Praktisch in der Praxis: Bei gleichzeitigem Betrieb von zwei Feldbus-Protokollen lässt sich zusätzlich noch ein RT-Ethernet-Protokoll betreiben.

Servomotoren mit integriertem Regler

Lexium LXM 62 ist das komplett neue Multi Servo Drive-Konzept von PacDrive 3. Es wird ergänzt durch die ILM-Serie, Servomotoren mit integriertem Regler, wie sie bereits von PacDrive M her bekannt sind. Außerdem befinden sich neue Stand-alone-Servoregler der Serie Lexium LXM 52 in Vorbereitung. Bei Lexium LXM 62 sind Servoregler für jeweils eine (Single Drives) oder zwei Servoachsen (Double Drives) an ein oder mehrere zentrale Netzteile angeschlossen, die bei Bedarf auch ILM-Servomodule versorgen. Insbesondere durch die Double Drives bietet LXM 62 einen Ansatz für kompakte und kostengünstige Servoantriebslösungen. Steckbare Anschlüsse sowie die frontseitige Integration der Drives in die Netzversorgung bzw. in den Zwischenkreis durch Schieber statt über Backplane senken darüber hinaus Montagekosten.

Die in Vorbereitung befindlichen Lexium LXM 52-Servoverstärker mit integrierten Netzteilen bieten als Alter-native zu dem Multi Servo Drive-Konzept Lexium LXM 62 bei kompakten Anwendungen mit wenigen Servoachsen einen Ansatz für wirtschaftlich optimierte Servolösungen.

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