Suchen

Industrielle Markierung

Ein Lasermarkierer für jeden Desktop

| Autor/ Redakteur: Benjamin Pradel* / Ines Stotz

Die industrielle Lasermarkierung erreicht immer mehr Anwendungsbereiche, ihre Vorteile treten immer deutlicher zutage. Ein neuer Lasermarkierer zielt auf zahlreiche aktuelle Marktanforderungen.

Firmen zum Thema

Die Beschriftung mittels Lasertechnik bietet vielseitige Anwendungsmöglichkeiten unter anderem in der Automatisierungstechnik und im Maschinenbau.
Die Beschriftung mittels Lasertechnik bietet vielseitige Anwendungsmöglichkeiten unter anderem in der Automatisierungstechnik und im Maschinenbau.
(Bild: Phoenix Contact)

Der Topmark Neo ist die konsequente Weiterentwicklung des Klassikers Topmark Laser. Der leistungsstarke neue Lasermarkierer ist mit einem 20-W-Faserlaser ausgestattet und verarbeitet über 400 Schilder pro Minute – das sind 0,15 Sekunden pro Schild.

Das Lasermarkiersystem mit automatischer Materialzuführung verfügt über kompakte Abmessungen – und benötigt nur eine Fläche von zwei nebeneinander liegenden Din-A3-Blättern. Trotz dieser geringen Aufstellfläche ist das Beschriftungsfeld von 180 x 180 mm das größte in dieser Klasse. So können zum einen große Einzelschilder beschriftet werden, zum anderen lassen sich bei kleineren Schilderabmessungen mehr Schilder in einem Arbeitsgang beschriften. Dadurch spart der Bediener viel Zeit, denn er muss das Material nicht so oft wechseln. Die Bedienung erfolgt über ein 7-Zoll-Multicolor-Touchdisplay am Gerät.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Auch Edelstahl und Aluminium – jetzt selbst beschriften

Die Einsatzgebiete von laserbeschriftetem Material sind vielseitig – sie reichen von der rauen Umgebung der Offshore- und Prozessindustrie bis hin zur Automatisierung und Maschinenbau. Prädestiniert sind Lasermarkierungen für die Beschriftung hochwiderstandsfähiger Metallschilder. In der Offshore-Industrie werden solche Kennzeichnungen aufgrund ihrer hohen Korrosionsbeständigkeit benötigt und in der Prozessindustrie wegen ihrer hohen Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien.

Musste die Beschriftung solcher Metallschilder bislang oft extern vergeben werden, kann der Nutzer seine gewünschten Markierungen jetzt mit dem 20 W starken Ytterbium-Faserlaser des Topmark Neo selbst erstellen. Auch für die klassische Klemmen-, Leiter- und Gerätemarkierung mit Kunststoffschildern ist der Topmark Neo universell einsetzbar.

Verschiedene Modi machen Beschriftung flexibel

Eine gängige Beschriftungsmethode für Metalle ist das klassische Gravieren: Die dabei verfügbaren Modi „High Quality“, „Standard“ und „Draft“ unterscheiden sich beim Verhältnis von Beschriftungsdauer zur Kontraststärke. So kann der Anwender flexibel auf die Anforderungen reagieren – etwa gute Lesbarkeit oder hoher Materialdurchsatz.

Interessant ist auch der Modus „Annealing“, der in Edelstahl eine sogenannte Anlassbeschriftung erzeugt. Durch den Energieeintrag des Laserstrahls wird die Oberfläche des Materials mit dem umgebenden Luftsauerstoff oxidiert, wobei ein kontrastreicher Farbumschlag entsteht. Die Oberfläche des Materials bleibt dabei vollständig eben. Da auf der glatten Oberfläche weniger Verschmutzungen anhaften, eignet sich dieses Verfahren für die hohen hygienischen Anforderungen in der Lebensmittelindustrie und Medizintechnik.

Flexibel ist das Gerät auch, weil Materialien in nur einem Arbeitsgang nach individuellen Vorgaben beschriftet und ausgeschnitten werden können. So kann auf einer Laserfolie aus Polyacrylat oder aus einem 0,8 mm starken Plattenmaterial aus Transply-ABS jede gewünschte Abmessung und Form nach eigenen Wünschen erstellt werden. Auf häufig wechselnde Größenverhältnisse, wie etwa im Sondermaschinenbau, kann dadurch mit lediglich einem Beschriftungsmaterial individuell reagiert werden.

Datenübernahme aus CAE-Programmen

Erstellt werden die Markierungen entweder mit Hilfe der frei zugänglichen Markierungs-Software Project complete oder über das farbige Touch-Display direkt am Gerät. Mit der installierten Markierungsapplikation begründet der Topmark Neo die neue Klasse der Desktop-Lasermarkierer. Die Bedienung erfolgt intuitiv – neben der Erstellung von Markierungsprojekten dient das Display auch der Darstellung von Statusmeldungen. Außerdem kann das Handbuch sowie Videos zur Bedienung abgerufen werden. Noch komfortabler ist es allerdings, wenn der Topmark Neo vom PC oder Notebook über die Software Project complete direkt vom Arbeitsplatz aus angesteuert wird. Dazu wird das Gerät entweder direkt an den PC angeschlossen oder via DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) in das Netzwerk integriert.

Die Arbeit mit Project complete bietet zudem den Vorteil, dass Daten aus CAE-Programmen direkt übernommen und somit auch umfangreiche Beschriftungsprojekte schnell und effizient umgesetzt werden können. Die Software kann jedes Druck- und Markierungssystem aus dem Hause Phoenix Contact ansteuern.

Laserparameter werden automatisch eingestellt

Während bei den meisten Systemen im Markt sämtliche Parameter beim Material ermittelt und gepflegt werden müssen, verfügt der Topmark Neo über eine umfassende Parameter-Datenbank. Voreingestellte Parameter erlauben für jeden Materialtyp eine zuverlässige Markierung ohne spezielle Laserkenntnisse. Das Materialprogramm von Phoenix Contact, das zurzeit mehr als 600 Materialien umfasst, wird ständig erweitert. Das Lasermarkierungssystem erkennt eingelegte Materialien automatisch am Barcode auf den Materialbögen oder anhand eines integrierten Lochcodes in den Kunststoff-Materialien. Die automatische Materialerkennung verhindert auch eine Markierung auf unpassendem Material und vermeidet damit Fehlmarkierungen. Das spart besonders bei großen Metallschildern Zeit und Kosten.

Einen Lasersicherheitsbeauftragten braucht der Topmark Neo nicht. Das Gerät ist gemäß EN 60825-1 als Lasereinrichtung der Klasse 1 eingruppiert – wie das DVD-Laufwerk im PC oder Notebook.

Mit dem Topmark Neo können Grafiken in den Formaten bmp, png und jpeg direkt in Markierungsprojekte und auch in einzelne Schilder integriert werden. So lassen sich auch Firmenlogos, Warnzeichen oder sonstige visuelle Elemente ohne aufwändige Vektorisierung zum Beispiel in Typenschilder integrieren. Vektorgrafiken können in den Formaten dxf, dwg und hpgl ebenfalls direkt in Markierungsprojekte importiert werden.

Fazit: Die Ansprüche an die Widerstandsfähigkeit von Beschriftungen im industriellen Umfeld steigen stetig – herkömmliche Beschriftungstechniken stoßen hier oft an ihre Grenzen. Lasertechnik erzeugt besonders widerstandsfähige Markierungen, die ebenso beständig sind wie das Material selbst. Das Desktop-Lasermarkierungssystem Topmark Neo von Phoenix Contact erfüllt die Ansprüche an resistente Beschriftungen sowie an einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Das kompakte und flexible Gerät ist intuitiv bedienbar, und durch die Integration in die Planungs- und Markierungs-Software Project complete arbeitet es besonders effizient. Über 600 Beschriftungsmaterialien stehen für nahezu jede Applikation zur Verfügung.

* Benjamin Pradel B.Sc., Produktmanager, Business Unit Marking and Installation, Phoenix Contact, Blomberg

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45437539)

Das könnte Sie auch interessieren SCHLIESSEN ÖFFNEN