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Gateway

Entwicklungsstand und Zukunft des Gateways NETLink

| Redakteur: Reinhard Kluger

Noch vor einigen Jahren waren in der S7-Welt kostengünstige Schnittstellen zwischen PC und Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) rar. Systeme Helmholz schloss diese Lücke vor genau zehn Jahren mit der Einführung des ersten NETLink Gateways. Heute präsentiert sich die Reihe als komplette Produktfamilie.

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Die Entwicklung der NETlink Gateways von 2003 bis 2013.
Die Entwicklung der NETlink Gateways von 2003 bis 2013.
(Helmholz)

Seit IT-Technologien auch in die Industrieautomation Einzug genommen haben, werden PC zur Visualisierung, als Leitstandsrechner und zur Anbindung an das Firmennetzwerk genutzt. Die klassische, echtzeitfähige SPS übernimmt weiterhin die Steuerungsaufgaben. Was heute selbstverständlich erscheint, stellte die Automatisierungstechnik zu Anfang des letzten Jahrzehnts vor ganz neue Herausforderungen: Die zunehmende Verschmelzung von unterschiedlichen Automatisierungskomponenten zu integralen Gesamtsystemen erforderte eine enge Verbindung zwischen PC und SPS. Eine Antwort auf diese Herausforderung, speziell im Umfeld der weit verbreiteten S7, bestand anfangs im Einsatz von CP-Kommunikationsprozessoren. Für die meisten Anwendungen war diese Technologie jedoch schlicht überdimensioniert. Als effiziente und kompakte Alternative entwickelte Helmholz deshalb die ersten Ethernet-Adapter der NETLink-Serie. Seitdem wurden weltweit rund 40.000 solcher Geräte installiert.

Der direkte Kontakt von der SPS zum PC

Mit einem solchen Gateway lässt sich für MPI/PPI/Profibus der direkte Kontakt vom PC zur SPS herstellen. Als Übertragungswege stehen dabei Ethernet, WLAN und Highspeed-USB zur Auswahl. Als Protokoll wird das Standard-Ethernet TCP/IP verwendet. Auf der Steuerungsseite ermöglichen die Module die volle Übertragungsgeschwindigkeit von 12 Mbit/s. Die Produktfamilie umfasst heute fünf Geräte und deckt das komplette Anwendungsspektrum ab. Als bisher jüngstes Familienmitglied ermöglicht der NETLink PRO PoE die direkte Aufnahme der Versorgungsspannung aus der CPU des Automatisierungsgerätes oder optional über ein CAT5-Netzwerkkabel mit Hilfe einer PoE-Energieversorgereinheit.

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Direkt auf die Schnittstelle von Profibus stecken

Rund zwei Jahre nach dem ersten NETLink führte Helmholz die Module NETLink PRO zum Kommunizieren und NETLink USB zum Programmieren ein. In der aktuellen Version verfügen die Geräte über Gehäuse im Standard-Profibus-Stecker-Format.

Der neue NETLink PRO Compact wird direkt auf die Schnittstelle des Profibus-Teilnehmers gesteckt. Die Betriebsspannung bekommt das Modul über das aktive Profibus-Gerät. Bei passiven Teilnehmern im Netzwerk kann das Ethernet Gateway extern mit 24 V versorgt werden. Durch die integrierte RJ45 Buchse ist es TCP/IP-seitig möglich, Standard-CAT-5-Netzwerkkabel bis zu 100 Metern Länge ohne weitere Komponenten anzuschließen. Der Adapter kann sehr einfach für das MPI/PPI/Profibus-Netzwerk konfiguriert werden. Ein Treiber bindet sich nach der Installation automatisch in die gängigen S7-Engineering Tools ein.

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