Feldkommunikation Fünf Neuheiten aus der Feldkommunikation

Von Lilli Bähr

Wir zeigen Ihnen fünf Neuheiten aus dem Bereich der Feldkommunikation: Von IO-Link-Wireless für die intelligente Fabrikautomation über ein modulares Bussystem bis hin zu Feldbusmodulen mit acht multifunktionalen Master-Ports.

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Mit IO-Link-Wireless erweitert Balluff sein Portfolio um eine draht- und kabellose Lösung für die intelligente Fabrikautomation.
Mit IO-Link-Wireless erweitert Balluff sein Portfolio um eine draht- und kabellose Lösung für die intelligente Fabrikautomation.
(Bild: Balluff)

1. Für die intelligente Fabrikautomation

Mit der Einführung von IO-Link-Wireless erweitert Balluff nun das eigene IO-Link-Portfolio um eine draht- und kabellose Lösung. Ob an unzugänglichen Stellen, in der Robotik oder bei hochdynamischen Transportsystemen: IO-Link-Wireless verspricht laut Unternehmen eine noch flexiblere und nachhaltigere Anwendung – und das bei einer gleichbleibenden Systemintegration und Kompatibilität. Kunden, die bereits IO-Link nutzen, sollen IO-Link-Wireless problemlos über den integrierten Webserver konfigurieren können.

Anstatt per Kabel empfängt der Wireless-Master die Sensordaten per Funk über eine Bridge oder einen Hub. Eine erleichterte Planung und Installation, mehr Flexibilität und Mobilität sowie der Wegfall von Steckern oder Kabeln zählen laut Hersteller zu den Vorteilen gegenüber einem kabelgebundenen System. Dabei ist IO-Link-Wireless in einem Frequenzbereich von 2.4 – 2.483 GHz weltweit lizenzfrei nutzbar.

2. Bridge für die Echtzeitkommunikation

Die neue Bridge von Hilscher soll eine zuverlässige Echtzeitkommunikation mit Übertragungszyklen von bis zu 5 ms bieten bei einer drahtlosen Reichweite der Punkt-zu-Punkt-Kommunikation von bis zu 10 Metern.
Die neue Bridge von Hilscher soll eine zuverlässige Echtzeitkommunikation mit Übertragungszyklen von bis zu 5 ms bieten bei einer drahtlosen Reichweite der Punkt-zu-Punkt-Kommunikation von bis zu 10 Metern.
(Bild: Hilscher)

Hilscher hat sein IO-Link-Wireless-Portfolio erweitert und bietet ab sofort die Net-Field-Device-IO-Link-Wireless-Bridge an. Die neue Bridge verbindet nahtlos alle IO-Link-Class-A-Sensoren mit einem IO-Link-Wireless-Master Ihrer Wahl und bindet sie so in moderne Real-Time-Ethernet-Systeme ein.

Die Lösung soll eine zuverlässige Echtzeitkommunikation mit Übertragungszyklen von bis zu 5 ms bieten bei einer drahtlosen Reichweite der Punkt-zu-Punkt-Kommunikation von bis zu 10 m. Dabei werden Kabelaufwände und potenzielle Fehlerquellen, z.B. durch Kabelbrüche, minimiert. Anwender erhalten bei der Implementierung professionellen Software-Support durch Hilscher, darunter auch Tools zur Konfiguration der IO-Link-Geräte.

Der neue IO-Link-Wireless-Master baut auf dem bestehenden IO-Link-Standard nach IEC 61131-9 auf und erlaubt die Anbindung von insgesamt 16 Sensoren und Aktoren. Anwender können den Master derzeit in Profinet, Ethernet/IP oder Ether-CAT-Netzwerken nutzen.

Alle Neuheiten finden Sie hier im Überblick:

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3. Eine Lösung für unterschiedliche Kommunikations- und Bussysteme

Das modulare Bussystem von Schlegel ist flexibel und zugleich universell für unterschiedlichste Kommunikationssysteme einsetzbar. Mit dem neuen Gateway wurde das MBS nun um ein kompaktes Modul erweitert.
Das modulare Bussystem von Schlegel ist flexibel und zugleich universell für unterschiedlichste Kommunikationssysteme einsetzbar. Mit dem neuen Gateway wurde das MBS nun um ein kompaktes Modul erweitert.
(Bild: Georg Schlegel)

Mit seinem modularen Bussystem (MBS) bietet Georg Schlegel eine Lösung, die sich einfach und schnell in viele unterschiedliche Kommunikations- und Bussysteme einbinden lassen soll. Mit dem neuen Schlegel-Gateway wurde das MBS um ein kompaktes Modul erweitert, das mit Zusatzkomponenten wie einer RFID-Schnittstelle ausgestattet ist.

Neben dem Basismodul finden sich auch Erweiterungsmodule, die das modulare Bussystem um weitere Eingänge/Ausgänge (E/A) ergänzen: Mit einem zusätzlichen Kabel können bis zu 128 Befehlsgeräte wie Drucktasten, Wahl-/Schlüsselschalter, Meldeleuchten usw. angesteuert und verwaltet werden.

Jeder Modultyp beinhaltet im Standard je 8 Ein- und 8 Ausgänge und ist in einem Raster von 25 x 25 mm, 27 x 27 mm oder 30 x 30 mm für den typischen Einsatz in Bedienpanels gestaltet. Die Technik des modularen Bussystems ist laut Hersteller so flexibel, dass sich das System an individuelle Bedürfnisse des Kunden anpassen lässt. Auch das Design kann flexibel nach Kundenwünschen verändert werden.

Neueste Portfolio-Mitglieder für das Industrial Ethernet sind ein Gateway mit internem 2-Port-Switch, das neben dem eigentlichen Busknoten eine RFID-Schnittstelle und einen A/D-Wandler „on board“ hat und ein Erweiterungsmodul, das ebenfalls mit einer RFID-Schnittstelle ausgestattet ist und 8 E/A besitzt.

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4. Gebrauchsfertige industrielle Leiterplattenbestückung

Mit dem GL 900 Board steht dem Anwender ein 9-Port Gigabit Ethernet Switch zur Verfügung.
Mit dem GL 900 Board steht dem Anwender ein 9-Port Gigabit Ethernet Switch zur Verfügung.
(Bild: EKF GmbH)

Unter dem Markennamen Embedded Gold entwickelt EKF industrielle Elektronikbaugruppen. Mit dem GL 900 Board steht dem Anwender ein 9-Port-Gigabit-Ethernet-Switch zur Verfügung (RJ45 1000 Base-T). Ein zusätzlicher 2.5-Gbps-SFP-Schacht ermöglicht die Switch-Erweiterung. Vier der Ports erlauben Power-over-Ethernet gemäß 802.3at, in Summe bis zu 120.

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Die GL 900 Leiterplatte ist mit dem Marvell 88E6390 (Peridot) Gigabit Ethernet Switch und zusätzlich mit einem Marvell Armada 88F3700 SoC (ARM v8) bestückt.

Der leistungsfähige Switch kann selbstverwaltet betrieben werden; die CPU ermöglicht jedoch kundenspezifische Zusatzfunktionen. So ist z.B. ein AVB/TSN Software Stack erhältlich.

5. Feldbusmodule mit acht multifunktionalen Master-Ports

Die IP67 Feldbusmodule MVK Pro und Impact 76 Pro bieten unter anderem alle gängigen Protokolle oder feldbusunabhängige Nutzung, 4A Port-Ausgangsstrom, On-Board-Diagnose und robuste Gehäuse.
Die IP67 Feldbusmodule MVK Pro und Impact 76 Pro bieten unter anderem alle gängigen Protokolle oder feldbusunabhängige Nutzung, 4A Port-Ausgangsstrom, On-Board-Diagnose und robuste Gehäuse.
(Bild: Murrelektronik)

Murrelektronik hat sein IO-Link-Portfolio um die IP67 Feldbusmodule MVK Pro und Impact 67 Pro erweitert. Die kompletten Neuentwicklungen haben acht multifunktionale Master-Ports, können dank L-kodierter M12-Steckverbinder auch hohe Ströme realisieren und bedienen die Ethernet-Protokolle Profinet, Ether-Net/IP und Ether-CAT. Auch die feldbusunabhängige Nutzung ist via OPC UA, MQTT, JSON REST API möglich – dank des bereits integrierten Standardized Master Interface (SMI). Insgesamt soll das Kosten reduzieren, die Produktivität erhöhen, neue Möglichkeiten bei Service und Wartung bieten, die Installations- und Inbetriebnahmezeiten minimieren, und aufwändig verdrahtete und raumgreifende Schaltschränke ersetzen.

Die neuen Module liefern außer den reinen Prozessdaten (I/Os) auch zusätzliche Diagnosedaten (Spannung, Stromstärke und Temperatur) zu den jeweiligen Ports und dem gesamten Modul. So können Betreiber Anomalien erkennen und über die Datenanalyse ihre Prozesse optimieren. Dank der IIOT-Protokolle ist dies laut Hersteller sogar standardisiert und ohne Steuerung möglich.

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