Anschlussbox für Photovoltaikmodule Höhere Effizienz und mehr Sicherheit für Solaranlagen

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

„SunSniffer enabled“ heißt es jetzt bei der Weidmüller „Photovoltaik Junction Box“. Das Unternehmen integriert ab sofort die SunSniffer-Technologie von Storm Energy zur hundertprozentigen Leistungsüberwachung und Sicherheitsabschaltung jedes einzelnen Solarmodules in seine Anschlussbox.

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Klaus Holterhoff, Geschäftsbereichsleiter Applikationsspezifische Lösungen, Weidmüller Interface: „Mit der Integration der SunSniffer-Technologie bieten wir einen echten Mehrwert und Sicherheitsvorteil für unsere Kunden von dem alle Beteiligten gleichermaßen profitieren.“
Klaus Holterhoff, Geschäftsbereichsleiter Applikationsspezifische Lösungen, Weidmüller Interface: „Mit der Integration der SunSniffer-Technologie bieten wir einen echten Mehrwert und Sicherheitsvorteil für unsere Kunden von dem alle Beteiligten gleichermaßen profitieren.“
( Archiv: Vogel Business Media )

In erster Linie wurde die Weidmüller Photovoltaik Junction Box (in Schutzart IP65) für eine robotergestützte, vollautomatisierte Fertigung von Photovoltaikmodulen entwickelt, die durch ihr innovatives Design den Herstellungsprozess deutlich vereinfacht und so die Produktionskosten nachhaltig senkt. „Mit der Integration der SunSniffer-Technologie bieten wir einen echten Mehrwert und Sicherheitsvorteil für unsere Kunden von dem alle Beteiligten gleichermaßen profitieren“, so Klaus Holterhoff, Geschäftsbereichsleiter Applikationsspezifische Lösungen bei Weidmüller Interface.

Bis zu sieben Prozent höhere Effizienz

Entwickelt wurde die SunSniffer-Technologie von der Nürnberger Storm Energy, einem Unternehmen, das sich seit 25 Jahren mit IT-Innovationen beschäftigt. Diese Technologie revolutioniert die Leistungsdarstellung von Photovoltaik-Anlagen maßgeblich und steigert die Effizienz von Solaranlagen um bis zu sieben Prozent. Man geht davon aus, dass die Ertragseinbußen aufgrund von Verschmutzungen zwischen 9 und 11,5 Prozent liegen, wie in einem Langzeitversuch von PV-Anlagen über mehr als 15 Jahre hinweg festgestellt wurde. Das Problem dabei ist, dass gerade bei großen Anlagen bisher keine hundertprozentige Transparenz vorhanden ist, welche die Leistungsdaten einer Anlage ständig im Blick hat und das auf jedes einzelne Solarmodul heruntergebrochen. Denn wenn auch nur ein Modul des Strings einen Leistungsverlust verzeichnet, kann im gesamten String nur so viel Strom fließen wie im schwächsten Modul. Da eine PV-Anlage wie andere technische Systeme ebenso wenig von Fehlern verschont bleibt, ist es oft ungeheuer aufwändig, den Fehler zu lokalisieren.

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Leistungsverluste werden sofort erkannt

Die Gründe für einen Leistungsverlust sind vielfältig. Verschmutzungen wie Ruß aus Abgasen, Staub- und Blütenpollen können sich auf der Moduloberfläche absetzen und verhindern, dass das Licht zu den Solarzellen durchdringt. Extreme Temperaturschwankungen, hohe Schneelasten und Hagel können zu Glasbruch führen und Marder beißen gerne auch mal ein Kabel durch. Bereits bei der Installation können Fehler passieren, falsche Modulsortierungen und vergessene Steckverbindungen führen ebenso zu Ertragsverlusten wie brüchige Lötverbindungen.

SunSniffer erkennt und lokalisiert jeden Fehler sofort - und das bei jedem einzelnen Modul, wodurch eine durchgängige und lückenlose Transparenz gewährleistet wird. Damit ist jeder Anlagenbetreiber in der Lage, Wartungsarbeiten gezielt zu koordinieren, denn das System zeigt automatisch an, wann, wo und welche Maßnahmen durchzuführen sind. Das ist einer der großen Vorteile des Systems, da gewöhnliche Datenlogger nur Erträge berechnen können, nicht aber feststellen und aufzeigen, wo genau der Fehler steckt und ob die Anlage optimal läuft. Um das künftig zu vermeiden wird der SunSniffer Sensor nun schon bei der Produktion in die Weidmüller Photovoltaik Junction Box integriert.

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