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Feldbus im Bordnetz Hybridantrieb in mobilen Arbeitsmaschinen verspricht Sparpotenzial

| Redakteur: Reinhard Kluger

Der Hybridantrieb soll in der Zukunft nicht nur der Fahrzeugtechnik vorbehalten sein, auch bei mobilen Arbeitsmaschinen kann einiges an Kraftstoff und Energie eingespart werden.

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Die breite Motorenpalette von Baumüller lässt sich in unterschiedlichen Anwendungsfällen als Hybridantriebe in mobile Antriebskonzepte einsetzen Bild: Baumüller
Die breite Motorenpalette von Baumüller lässt sich in unterschiedlichen Anwendungsfällen als Hybridantriebe in mobile Antriebskonzepte einsetzen Bild: Baumüller
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein elektrischer Antrieb für mobile Maschinen besteht aus einem Generator, der ein Dieselmotor antreibt und der mittels eines integrierten Gleichrichters eine Gleichspannung erzeugt. Die entstehende Leistung lässt sich dann einem offenen drehzahlunabhängigen Gleichstrom-Bordnetz zur Verfügung stellen.

Wenn zukunftsweisende Technologien für die Fahrzeugtechnik diskutiert werden, führt kein Weg an Hybridantrieben vorbei. Während die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor in einem Antriebsstrang bei Pkws bereits in Serie eingesetzt wird, haben mittlerweile auch die Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen den Nutzen hybrider Antriebskonzepte für sich erkannt. Der Grund dafür ist einfach: Das Energieeinsparpotenzial bei landwirtschaftlichen Geräten und Kommunal- oder Baustellenfahrzeugen ist wesentlich höher als beim Pkw. Der Nürnberger Antriebshersteller Baumüller hat sein Produktportfolio daher in Richtung dieses Zielmarktes erweitert und bietet Elektromotoren an, die in mobilen Arbeitsmaschinen zum Einsatz kommen und zu einer deutlichen Senkung des Kraftstoffverbrauchs beitragen.

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Bislang werden vor allem hydraulische Antriebssysteme mit Dieselmotoren eingesetzt, um mobile Arbeitsmaschinen anzutreiben. Diese Antriebsart konnte wegen ihrer hohen Energie- und Leistungsdichte bisher von keiner anderen Technologie verdrängt werden. Alle anderen Systeme, die erprobt wurden, beispielsweise die Brennstoffzelle mit Wasserstoff oder vollelektrische Antriebe, haben sich als wenig praktikabel erwiesen. Aus technischer Sicht besteht also zumindest vorerst wenig Anreiz, diese Situation grundlegend zu ändern.

Technologie für die mobile elektrische Antriebstechnik

Gleichzeitig führen aber die weltweite Rohstoffverknappung, steigende Energiepreise und ein wachsendes Umweltbewusstsein dazu, dass das Thema umweltfreundliche Mobilität in der breiten Öffentlichkeit diskutiert und nach neuen Antriebskonzepten gesucht wird, die vor allem ein Ziel erreichen sollen: Die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von mobilen Maschinen zu erhöhen. Je effizienter eine Maschine arbeitet, desto weniger Kraftstoff verbraucht sie und desto geringere Betriebskosten fallen an. Da die Steigerung der Effizienz von klassischen Antriebssystemen gerade bei Fahrzeugen und mobilen Maschinen mit großem Aufwand und hohen Mehrkosten verbunden ist, müssen neue Antriebskonzepte genau überdacht werden. Vor allem bei mobilen Maschinen lässt sich aber durch den Einsatz von hybriden Antrieben ein großes Einsparpotenzial realisieren.

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