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Kommunikation in der vernetzten Fabrik: Änderungen in Echtzeit
Die Kommunikation in der vernetzten Fabrik funktioniert in alle Richtungen. „Das lässt sich gut am Beispiel unserer X20-I/O-Module veranschaulichen“, sagt Haas. Derzeit werden mehr als 200 Modultypen in unterschiedlichen Fertigungslinien produziert. Kommt ein Modul in die vollautomatische Montage-, Test- und Beschriftungszelle, wird in Echtzeit in SAP abgefragt, welche Tests nötig sind. Sekundenbruchteile später setzt die Maschine die erhaltenen Informationen um. Das ist möglich, da jedes Produkt über eine Seriennummer eindeutig identifiziert werden kann.
Wenn ein Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung in SAP vermerkt, dass ein Modul ein bestimmtes Zertifikat erhalten hat und dieser Modultyp wird Sekunden später beschriftet, wird das entsprechende Zertifikats-Symbol bereits auf das Gehäuse gelasert. „Das ist Smart Factory in Reinform“, erklärt Haas. In einer vollvernetzten und intelligenten Produktion fallen zahlreiche Daten an. Bei größeren Anlagen bewegen sich die gesammelten Daten schnell im Giga- oder gar Terabyte-Bereich. „Eine automatisierte Analyse und Aufbereitung ist Basis für fundierte Entscheidungen“, ergänzt der General Manager. Daher werden alle Daten vom B&R-Leitsystem Aprol erfasst und ausgewertet.
OEE-Kennzahlen jederzeit verfügbar
Kennzahlen wie die Gesamtanlageneffektivität (OEE) sind jederzeit in Aprol ersichtlich und lassen sich zwischen einzelnen Linien, Tagen oder Schichten vergleichen. „Auch unseren Energieverbrauch haben wir so ständig im Blick und bemerken sofort, wenn es irgendwo Unstimmigkeiten gibt“, erklärt Haas. So lassen sich Probleme leicht erkennen und beheben.
Auch bei der Wartung beschreitet B&R neue Wege: Mit Condition-Monitoring-Werkzeugen aus dem eigenen Produktportfolio wird bestimmt, wann der ideale Zeitpunkt für Wartungen ist. Maschinenschäden und frühzeitiger Austausch von Komponenten werden somit vermieden. Bewegen sich bestimmte Werte außerhalb des Sollbereiches, wird ein Mitarbeiter automatisch per E-Mail informiert. Er kann eingreifen, bevor ein Maschinenteil kaputt geht und die Fertigung unplanmäßig stillsteht.
SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 206
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