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Smart Factory Industrie 4.0 ist bei B&R längst Alltag

| Redakteur: Ines Stotz

B&R ist weiter auf Erfolgskurs. Für das laufende Jahr erwartet der Automatisierungsspezialist ein 2-stelliges Umsatzwachstum. Neben soliden Zuwächsen in allen bisherigen Märkten, habe der Einstieg in die Fabrikautomatisierung für einen kräftigen Umsatzschub gesorgt.

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Peter Gucher (General Manager, links) und Gerald Haas (Leiter Global Industrial Management) sind stolz auf die Smart Factory von B&R: „Die B&R-Lösungen für Fabrikautomatisierung beschleunigen die praktische Umsetzung von Industrie-4.0-Anforderungen.“
Peter Gucher (General Manager, links) und Gerald Haas (Leiter Global Industrial Management) sind stolz auf die Smart Factory von B&R: „Die B&R-Lösungen für Fabrikautomatisierung beschleunigen die praktische Umsetzung von Industrie-4.0-Anforderungen.“
(Bild: B&R )

Ausgehend vom bisherigen Jahresverlauf rechnet General Manager Peter Gucher mit einem Wachstum von 11 bis 14 %, was er auf einer Pressekonferenz in Salzburg bekannt gab. Aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheiten, unter anderem in China, sei allerdings der Umsatz für das laufende Kalenderjahr nicht so exakt vorherzusagen, wie in den vergangenen Jahren.

Einen wachsenden Anteil am Umsatz hat das relativ junge Geschäftsfeld der Fabrikautomatisierung. Was heute mit dem Begriff Industrie 4.0 bezeichnet wird, hat B&R in seiner Produktion im oberösterreichischen Eggelsberg längst umgesetzt. „In unserer eigenen Fertigung leben wir die vollständig vernetzte Smart Factory seit vielen Jahren und entwickeln unsere Lösungen beständig weiter“, sagt Peter Gucher. Gerald Haas, Leiter Global Industrial Management benennt es sogar genau: „Für B&R ist die vernetzte Fertigung in der Smart Factory seit 2006 Realität. Was für uns Alltag ist, hat nur einen Namen bekommen: Industrie 4.0.“

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Massenfertigung in Losgröße 1

Davon profitieren auch die Kunden. Allein in der Panel- und PC-Fertigung wählen sie über einen Web-Konfigurator aus 2 Milliarden theoretisch möglichen Konfigurationen aus. Danach organisiert das ERP-System automatisch die Fertigung jedes Produktes – bis hinunter zu Losgröße 1. „2014 haben wir auf diese Weise 175.000 Panels und PCs produziert. 2015 rechnen wir mit einer weiteren Steigerung, besonders bei Produkten mit Multitouch-Displays“, berichtet Gucher.

Mehr als 250 Mrd. Möglichkeiten

„Der Kunde hat rein rechnerisch die Möglichkeit, sich eine von mehr als 250 Milliarden unterschiedlichen Hardware-Konfigurationen auszusuchen“, rechnet Gerald Haas vor. Dazu kommen unzählige Software-Optionen. Die meisten Bestellungen umfassen Stückzahlen im 2- oder 3-stelligen Bereich. „Für unsere Produktion spielt die Auftragsgröße keine Rolle, wir wickeln eine Bestellung von 1.000 Stück ebenso effizient ab wie Losgröße 1.“

Das ERP-System plant die Abarbeitung der Aufträge und stellt eine reibungslose Logistik sicher. Werden Teile aus dem Lager benötigt, werden diese Just-in-time in die Produktionshalle geliefert. Dabei kommt ein Vorteil der Smart Factory von B&R zum Zug: Das Werk in Eggelsberg ist horizontal und vertikal komplett vernetzt.

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