Suchen

Industrielle Kommunikation

IO-Link fit für die Zukunft machen

| Redakteur: Sariana Kunze

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung von IO-Link diskutierten rund 70 Teilnehmer in Frankfurt über die Ausrichtung von IO-Link in den nächsten Jahren und legten die Agenda der Zukunft fest.

Firmen zum Thema

Mit Nanotec begrüßt Profibus & Profinet International (PI) das 200. Mitglied bei IO-Link. (v.l.) Elmar Büchler, Balluff, Rainer Schönwald, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Nanotec, und Reinhard Schlagenhaufer, Siemens.
Mit Nanotec begrüßt Profibus & Profinet International (PI) das 200. Mitglied bei IO-Link. (v.l.) Elmar Büchler, Balluff, Rainer Schönwald, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Nanotec, und Reinhard Schlagenhaufer, Siemens.
(Bild: PI)

IO-Link verzeichnet ein hohes Wachstum von in den Markt gebrachten Produkten. Ende 2017 lag die Zahl der IO-Link-Knoten bei mehr als 8 Mio. „Dabei ist neben den absoluten Zahlen vor allem die Beschleunigung interessant. Hatte man Anfang 2016 die Gesamtzahl der Knoten um 47 % gesteigert, verzeichneten wir in 2017 bereits eine Steigerung von 52 %“, erklärt Reinhard Schlagenhaufer, Siemensund zugleich Chairman des neu gewählten Steering Comittees der IO-Link Community. Dies wird für alle drei Jahre neu gewählt und besteht nun aus den Firmen Balluff, Banner, Beckhoff, Festo, ifm, Leuze electronic, Pepperl+Fuchs, Omron, Phoenix Contact, Rockwell Automation, Sick, Siemens, TE Concept, TMG und Turck. Auch auf der diesjährigen Mitgliederversammlung konnte ein neues Mitglied begrüßt werden. Die Nanotec Electronic GmbH & Co. KG aus Feldkirchen bei München trat als 200. Mitglied bei. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Motoren und Steuerungen für hochwertige Antriebslösungen, die vor allem in der Automatisierungstechnik, der Laborautomatisierung, der Medizintechnik, der Verpackungsindustrie und der Halbleiterfertigung zum Einsatz kommen.

IO-Link als Schlüssel für Industrie 4.0

IO-Link wurde ursprünglich entwickelt, um eine einfache Verdrahtung intelligenter, komplexer Sensoren und Aktuatoren über eine simple, standardisierte 3-adrige Sensorleitung zu erhalten. Mittlerweile hat sich jedoch gezeigt, dass IO-Link der Schlüssel bei der Umsetzung erfolgreicher Industrie 4.0-Konzepte ist. Um IO-Link erfolgreich in die Zukunft zu führen, wurden in jüngster Vergangenheit daher ergänzende Themen angestoßen und erfolgreich entwickelt. Dazu zählt die Freigabe der Spezifikation „IO-Link Safety System Extensions“ im April 2017. Aber auch die Spezifikation „IO-Link Wireless System Extensions“ ist durch alle internen Reviews der IO-Link-Community gelaufen und wurde im März 2018 freigegeben. Sie steht damit allen Geräteherstellern weltweit zur Verfügung.

IO-Link weiter verbreiten

Weitere Themen, über die intensiv auf der Mitgliederversammlung diskutiert wurden, betrafen Automation ML, das Mapping auf OPC UA oder JSON sowie die vertikale Integration von IO-Link, also z. B. in SAP Systeme. „Dank des großen Interesses unserer Mitgliedsfirmen und des Engagements ihrer Vertreter bin ich zuversichtlich, dass wir für alle Aufgaben und Herausforderungen gut gerüstet sind, um IO-Link noch weiter im Markt zu verbreiten“, ist Schlagenhaufer überzeugt. „Schon heute profitieren die Anwender von einer einfachen und günstigen Lösung, um Daten aus den Sensoren zu erhalten und diese weiter zu bearbeiten. Darauf können sich die Anwender auch in Zukunft verlassen.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45379045)