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Energiemanagementsystem

ISO-Lösung aus der Cloud

| Redakteur: Robert Weber

Wer die ISO 50001-Hürde nehmen will, der braucht eine Software, die automatisch Messdaten und Verbräuche erfasst und Auswertungen ermöglicht. Experten raten: lieber klein anfangen und später aufrüsten. Die Cloud könnte eine Lösung sein.

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Um die ISO 50001-Urkunde in den Händen zu halten, muss der Energiemanager einige Hürden nehmen.
Um die ISO 50001-Urkunde in den Händen zu halten, muss der Energiemanager einige Hürden nehmen.
( Bild: Vogel Business Media )

Klassische Automatisierer, Elektrotechnikunternehmen und Softwareentwickler entdecken die Energie in der Produktion als Markt der Gegenwart und Zukunft. Auch das mainfränkische Unternehmen GTI Control. Verantwortlich für das neue Geschäftsfeld ist Katrin Koslowski. Die ausgebildete IHK-Energiemanagerin kennt die Probleme der Betriebe: „Viele kleine und mittelständische Unternehmen machen den Fehler, dass wenn Sie ein Energiemanagementsystem einführen, sie sich oft für ein teures und technisch aufwendiges Produkt entscheiden. Die Investitionskosten fressen dann schnell die Energieeinspareffekte auf und der Anwender ist enttäuscht“, erklärt Koslowski. Sie und ihr Team setzen zu Beginn auf ein Energiemanagementsystem in der Cloud, ausgelagert vom Firmenstandort.

Wenige Messpunkte, weniger Kosten für die Software

Die GTI-Lösung orientiert sich an der Anzahl der Mess- und Auswertungspunkte im Unternehmen. Über ein Stufenmodell rechnen die Entwickler mit dem Kunden ab. Sprich, nehmen die Messpunkte und die Datenmenge zu, verteuert sich die Softwareanwendung. Damit will GTI den Kunden einen schnellen und preiswerten Einstieg in das Sparen von Strom und Wärme bieten. „Die Daten liegen auf einem Server in Deutschland, der deutschem Datenschutzrecht unterliegt“, versichert die Energiemanagerin und will damit Datenschutzbedenken entgegentreten. Die Oberfläche zur Auswertung oder Optimierung von Energiedaten kann ohne Softwareinstallation von beliebigen Standorten aus per PC, Smartphone oder Tablet genutzt werden. Sollte die Menge an Informationen zunehmen, empfiehlt GTI eine eigene Softwareinstallation beim Kunden.

Der Anwender nimmt Abschied von der Cloud, die Funktionalitäten bleiben: die Software auf seinem Server verwaltet, erfasst, überwacht und optimiert die Verbräuche. Die Unterfranken unterstützen den Kunden beim Umzug von der Cloud in den heimischen Serverraum oder das Büro und schreiben ihm für die Lizenz 50 Prozent der gezahlten Mietkosten gut. Die serverinstallierte Software kann über Ethernet in direkter Verbindung mit verschiedenen Steuerungs- oder Erfassungssystemen am Standort stehen und darüber Messwerte erfassen und Sollwerte vorgeben. Über das Internet können auch andere Produktionsstandorte und deren technische Installationen angebunden sein. Zum Import von Stammdaten und Export von Ergebnissen kann die Betriebs-IT (ERP-System) angekoppelt werden. Der Server kann Störungen auf beliebige Arbeitsplätze oder mobile Einrichtungen per Mail oder SMS übertragen.

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