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Bonfiglioli Italiensicher Antriesspezialist geht mit dreigliedriger Struktur in die Zukunft

| Autor/ Redakteur: Reinhard Kluger / Reinhard Kluger

Nicht nur das Logo ist seit kurzem neu bei Bonfiglioli. Der Konzern strukturiert jetzt weltweit in drei Geschäftseinheiten um. Damit sieht sich die neue Führungsmannschaft für die Zukunft gut aufgestellt.

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Sonia Bonfiglioli, Chairman & CEO der Bonfiglioli-Gruppe, erwartet Wachstum vor allem im außereuropäischen Ausland Bild: elektrotechnik
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir sind seit über dreißig Jahren Zulieferer für Windenergieanlagen und seit über zwanzig Jahren liefern wir hocheffiziente Einspeiseeinheiten.“ Man merkt Sonia Bonfiglioli das Engagement an, im Geschäft mit regenerativen Energien schon lange dabei zu sein. „Die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf die regenerativen Energien zahlt sich nun aus“, sagt die Inhaberin und Firmenchefin sichtlich stolz. Man werde, so Sonia Bonfiglioli: „das Risiko streuen, ohne die angestammten Felder Antriebstechnik für die Industrie und mobile Maschinen zu verlassen.“

Also beim Familienunternehmen Bonfiglioli nichts Neues? Nicht ganz. Um für die grüne Zukunft gerüstet zu sein, werde man den Konzern umbauen, und zwar in drei Geschäftseinheiten: in Industrial Solutions, in Mobile & Wind Solutions sowie in Photovoltaic Solutions. Die neue dreigliedrige Struktur hat die Geschäftsführende Gesellschafterin umgehend umgesetzt. Weltweit verantwortlich für die Business Unit Industry Solutions ist Guglielmo Iodice, Massimo Sarti ist Chef der BU Photovoltaic und verantwortet in Personalunion die Geschäftseinheit auch in Deutschland, und Fausto Carboni verantwortet die Mobile Solutions & Wind Solutions. Dr. Siegfried Stadtfeld ist Geschäftsführer der Bonfiglioli Vectron GmbH, Giorgio Bombarda leitet den Bereich Industrie und Jürgen Weber bestimmt die Geschicke des Geschäftsbereichs Mobil & Wind. Man hat die traditionelle Geschäftseinheit Industrie und Photovoltaik aufgespalten, um den Bedeutungszuwachs der Photovoltaik zu manifestieren. So werde man bei aller Euphorie über grüne Techniken, sagt Sonia Bonfiglioli, „dem „Mutterbereich des Unternehmens“, nämlich den Industrie-Anwendungen, wieder deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken.“

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Künftig mehr Wachstum außerhalb Europas

Wer derart kräftig umstrukturiert, hegt hohe Erwartungen an das Wachstum. Deshalb plant der Geschäftsbereich Industrie bis zum Jahr 2013 bezogen auf 2010 mit einem Wachstum von 35 Prozent, die Business Unit Mobil & Wind mit 75 Prozent und die Photovoltaik im gleichen Zeitraum sogar mit 250 Prozent auf dann gut 120 Millionen Euro. Die Besonderheit dabei: Statt eines Anteils von fünf Prozent wird das außereuropäische Ausland, vor allem Nordamerika, Indien und China, in 2013 dann rund zwei Drittel des Umsatzes beisteuern.

Das Vertrauen, dass sich die Prognosen auch erfüllen, bezieht das Unternehmen aus den guten Zahlen des Geschäftsjahres 2010. Immerhin bilanziert der italienische Konzern für 2010 ein kräftiges Umsatzwachstum von rund 600 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr will Sonia Bonfiglioli mit der Gruppe in Summe wieder das Vorkrisenniveaus von 2008 von mindestens 660 Millionen Euro erreichen und sagt sichtlich erleichtert: „Die Krise liegt hinter uns.“ Zur Zeit hat der Konzern weltweit 3100 Mitarbeiter. Auch hier Wachstum: Man beschäftigt immerhin ein gutes Zehntel mehr als noch im Vorjahr.

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