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Steckverbinder

Jenseits des Marktstandards: Neue Wege für gängige Industriestecker

| Autor/ Redakteur: Thomas Maier* / Ines Stotz

Die Multiline-Serien von Eisele basieren auf einem modularen Baukastenprinzip und lassen sich einfach handhaben. Es sind auch Adaptiveinsätze für Elektro- und Elektronikanschlüsse verfügbar. Doch das Waiblinger Unternehmen hat noch einen Schritt weiter gedacht und sein erfolgreiches Konzept auf neuartige Industriestecker übertragen. Im Unterschied zu marktüblichen Systemen sind diese ebenfalls modular aufgebaut und lassen sich ganz einfach ohne Werkzeug zusammensetzen.

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Die Adaptiveinsätze werden einfach bis zum Einrasten per Hand in den Grundkörper oder Industriestecker-Adapter geschoben. Die komplette Montage funktioniert werkzeuglos.
Die Adaptiveinsätze werden einfach bis zum Einrasten per Hand in den Grundkörper oder Industriestecker-Adapter geschoben. Die komplette Montage funktioniert werkzeuglos.
(Bild: Eisele)

Das wegweisende Konzept der Multiline Adaptiv von Eisele dient dem Anschluss von Funktionsgruppen an Maschinen. Über ein modulares Baukastensystem mit Adaptiveinsätzen können genau die Anschlüsse in einer Mehrfachkupplung kombiniert werden, die für eine bestimmte Anwendung erforderlich sind. Montageaufwand und Rüstzeit lassen sich signifikant verringern. Dank des streng modularen Prinzips lassen sich so unterschiedliche Verbindungen wie Pneumatik, Gase, Kühlwasser, Flüssigkeiten und jetzt sogar Stecker für Elektro- und Elektronikleitungen in einer Schnittstelle zusammenfassen.

In Kooperation mit Murrelektronik hat Eisele die Multiline Adaptiv nämlich zur Multiline E weiterentwickelt. Die einzigartigen Adaptiveinsätze können jetzt auch mit Elektro- und Elektronikanschlüssen des Oppenweiler Unternehmens bestückt werden. Neben Mischkonzepten verschiedener Steuerleitungen sind auch Komplettlösungen für Elektro- und Elektronik möglich. Für die Integration der E-Stecker wurde das Design des Grundkörpers, der aus Edelstahl oder eloxiertem Aluminium wählbar ist, optimiert. Die Bohrlöcher für die einheitliche Außengeometrie der Adaptiveinsätze verfügen jetzt über eine zusätzliche Nut, so dass für die Elektroeinsätze die erforderliche Verdrehsicherung und Verpolsicherheit der E-Stecker garantiert ist. Dank des breiten Komplettsortiments von Murrelektronik sind der Konfiguration der Multiline E kaum Grenzen gesetzt.

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Individuelle Anschlüsse in Serie

Das E-Stecker-Programm startet mit den weit verbreiteten und genormten M12-Rundsteckverbindern in verschiedenen Bauweisen für unterschiedliche Anwendungen. Dazu gehören A-Codierung, Cube6, Profibus, Ethernet und drei bis zwölf Pole. Die Multiline E wird sukzessive nach Kundenbedürfnissen um weitere Bauformen erweitert. Hier kann je nach Bedarf auf das komplette Lieferprogramm von Murrelektronik zurückgegriffen werden.

Das gleiche gilt für die Konfiguration der Anschlusskabel. Sie können zum Beispiel schleppkettentauglich, halogenfrei, chemisch beständig oder mit allen gängigen elektrischen Zertifizierungen in jeder benötigten Länge geliefert werden. Die Anschlusskabel lassen sich entweder mit vorkonfigurierten Steckern an die entsprechenden Adaptiveinsätze anschließen, oder sie werden mit vorkonfektionierten Leitungen geliefert. Auch können die Anwender die Verkabelung der Anschlüsse auf Wunsch selbst vornehmen und freie Leitungsenden bestellen. Mit der Multiline E steht erstmals eine wirklich multimediale Schnittstelle zur Verfügung, die sich auch im Einsatz schnell und einfach ändern lässt.

Neu bei Eisele: Industriestecker

Mit der Entwicklung der Multiline Adaptiv und der Multiline E hat Eisele Pneumatics ambitionierte Ziele in ein völlig neuartiges Produkt umgesetzt. Augenmerk legt der Waiblinger Experte für Ganzmetallanschlüsse aber auch auf die aktuell gängige Lösung für die Zentralversorgung von Maschinen und Anlagen: Die klassischen Industriestecker, auch als „Harting-Stecker“ bekannt, sind weit verbreitet und eine Vielzahl von Anlagen ist an ihren elektrischen Schnittstellen auf diesen Steckertyp ausgerichtet, so dass man von einem historisch gewachsenen Marktstandard sprechen kann, der insbesondere aufgrund der robusten Gehäusebauweise weit verbreitet ist.

Die verwendeten Steckerbausätze haben jedoch deutliche Nachteile: Zum einen ist der Zusammenbau nur mit Werkzeugen möglich, zum anderen sind die verwendeten Kunststoffeinsätze im Gegensatz zu den Gehäusen fragil und wenig haltbar. Hinzu kommt, dass Änderungen der Steckerbelegung oder -ausstattung nur kompliziert umsetzbar sind, da der Harting-Stecker hierfür zerlegt werden muss. Kommt es etwa zu Wackelkontakten oder ähnlichem, ist die Fehlersuche aufwändig. Bei Defekten müssen oft ganze Komponenten getauscht werden.

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