Suchen

Stromversorgung Kontaktlose und wartungsfreie Energieübertragung

| Redakteur: Rebecca Näther

Weidmüller hat die kontaktlose, wartungsfreie Energieübertragung „FreeCon Contactless“ entwickelt. Das System erlaubt es, Energie mittels induktiver Resonanzkopplung kontaktlos über einen Luftspalt von bis zu fünf Millimetern zu übertragen –verschleißfrei und effizient.

Firmen zum Thema

Industrieroboter führen oft mehrere hundert Werkzeugwechsel pro Tag durch. Herkömmliche Kontakte unterliegen hier einem hohen Verschleiß. Mit „FreeCon Contactless“ sollen Anwender von einer zuverlässigen und wartungsfreien Verbindung profitieren.
Industrieroboter führen oft mehrere hundert Werkzeugwechsel pro Tag durch. Herkömmliche Kontakte unterliegen hier einem hohen Verschleiß. Mit „FreeCon Contactless“ sollen Anwender von einer zuverlässigen und wartungsfreien Verbindung profitieren.
(Bild: Weidmüller Interface)

Eine Energieübertragung findet in der industriellen Automatisierung in der Regel mit Steckverbindern statt. Bei dieser „herkömmlichen“ Lösung kommen abgebrannte, verbogene oder verschmutzte Kontakte vor. Zu Applikationen, in denen häufige Steckzyklen erforderlich sind, zählt das Wechselwerkzeug an einem Roboter: Hier werden mehrere hundert bis tausend Werkzeugwechsel pro Tag durchgeführt. Die kontaktierende Verbindung muss dementsprechend oft gesteckt und gelöst werden, was zu einem hohen Verschleiß der Kontakte und Folgeerscheinungen wie Kontaktabbrand führen kann.

Energieübertragung mittels induktiver Resonanzkopplung

Für diese Art von Applikationen wurde „FreeCon Contactless“ entwickelt. Das System erlaubt es, Energie mittels induktiver Resonanzkopplung kontaktlos über einen Luftspalt von bis zu fünf Millimetern zu übertragen –verschleißfrei und effizient.

Thermomanagement gegen Wärmeentwicklung

Das System überträgt mittels induktiver Resonanzkopplung eine Leistung von 240 W – 24 VDC und 10 A – bei einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. Das Wärmemanagement und der hohe Wirkungsgrad ermöglichen diese Leistung. Bei dem Produkt wird auf der Primärseite über einer Spule ein magnetisches Feld erzeugt. Der Empfänger besteht ebenfalls aus einer Spule, in der durch das magnetische Feld eine Spannung induziert wird. Sobald an der Spule eine elektrische Last angeschlossen wird, kommt es zum Stromfluss – eine elektrische Leistung wird übertragen. Der aus dem Übertragungsprinzip resultierenden erhöhten Wärmeentwicklung begegnet der Hersteller mit einem Thermomanagement, das die Wärmeentwicklung in handhabbaren Grenzen halten soll und eine kompakte Bauform des Systems zulässt.

Das Gehäuse ist in Schutzart IP 65 ausgeführt und verfügt über flexible Montageoptionen – Direktmontage oder Befestigungswinkel.

Module mit integrierter Datenübertragung geplant

Die Firma plant das System sukzessive auszubauen, dazu gehören weitere Leistungsklassen sowie Module mit integrierter Datenübertragung. Geplante Busssysteme sind: Profinet und Profibus DP. Die Datenübertragung basiert auf einer Übertragung mittels Infrarotsignal.

SPS IPC Drives: Halle 9, Stand 351

(ID:44985374)