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Prüfung stuft Aktien-Preis als angemessen ein
Vorstand und Aufsichtsrat hatten sich nach Vorlage der Angebotsunterlage eine fundierte Meinung gebildet und die Fairness Opinions von vier Banken eingeholt. Alle vier kommen nach Prüfung auf Basis ihrer jeweiligen Bewertungsmodelle zu dem Ergebnis, dass der angebotene Preis von 115 Euro pro Aktie aus finanzieller Ansicht angemessen ist. Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen, dass die von Midea bisher öffentlich gemachten Absichten und Zusagen nunmehr weiter konkretisiert und in vertragliche Verpflichtungen umgewandelt wurden.
Automatica 2016
Ein Streifzug durch die Roboterwelt
Der Vorstandsvorsitzende von Kuka, Dr. Till Reuter, sagte: „Wir haben intensiv mit Midea verhandelt und die angekündigten Zusagen nun rechtlich verbindlich gemacht. Die vereinbarte Laufzeit von 7,5 Jahren geht weit über das übliche Maß hinaus. Sie schützt die Interessen unseres Unternehmens, unserer Geschäftspartner, unserer Mitarbeiter und unserer Aktionäre bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein. Wichtig war es uns auch, eine gute Lösung für die Datensicherheit unserer Geschäftspartner zu finden. Das ist uns mit der Abschirmungsvereinbarung, deren Eckpunkte wir bereits verbindlich verhandelt haben, ebenfalls gelungen.“
Unternehmensdaten durch Abschirmungsvereinbarung geschützt
Die Eckpunkte der Abschirmungsvereinbarung sind Teil der Investorenvereinbarung und regeln den Umgang mit gewerblichen Schutzrechten, Unternehmenswissen sowie vertraulichen Daten von Kunden und Lieferanten. Datenbanken, die dies enthalten, sind vor einer Verlagerung an andere Standorte durch Midea und vor dem Zugriff von Midea oder anderer Dritter geschützt.
Neben der Angemessenheit des Preises und dem Schutz der berechtigen Interessen etwa von Mitarbeitern und Kunden hat der Vorstand bei der Beurteilung des Angebots auch die strategische Logik der Transaktion bewertet. Nach Einschätzung des Vorstands unterstützt das Engagement von Midea die bestehende Wachstumsstrategie. Wesentliche Treiber dafür sind der chinesische Markt, die Industrie 4.0. sowie der Ausbau von Aktivitäten im Logistikbereich und in der Servicerobotik. Midea hat sich verpflichtet, Kuka bei der Ausweitung des Geschäfts in China zu unterstützen, etwa durch zusätzliche Marktzugänge. Weiterhin sieht der Vertrag vor, dass Midea Kuka bei strategischen Wachstumsprojekten unterstützt, etwa durch eine Erhöhung der Mitarbeiterzahlen im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E), einen Ausbau der bestehenden F&E-Standorte und Investitionen in Digitalisierung. Auch eine Kooperation im Logistikbereich sowie die Aufnahme von Geschäftstätigkeiten in der Servicerobotik sind vertraglich vorgesehen.
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