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Siemens Mehr Cola in Vietnam dank Prozessleitsystem

| Redakteur: Sariana Kunze

Coca-Cola Beverages Vietnam Limited (CCBVL) hat seine Produktionsanlage in Ho Chi Minh Stadt mit Technik von Siemens Industry Automation modernisiert.

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Die Coke-Fabrik im vietnamesischen Ho Chi Minh <em id="ForP_BDBA90DA-F50D-8A50-18C5A56F7E8F95AA">Bild: Siemens</em>
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( Archiv: Vogel Business Media )

CCBVL produziert in Vietnam Softgetränke aller Art - für den im Land steigenden Bedarf. Sowohl in der Anlage in Ho Chi Minh Stadt wie auch in Hanoi gab es bei den Produktionslinien Kapazitätsprobleme - was vor allem auf die mangelnde Synchronisierung der unterschiedlichen Anlagenteile und die veraltete Technik zurückzuführen war. Siemens Vietnam hat die Produktionsanlage in Ho Chi Minh Stadt im Rahmen der Migration des Prozessleitsystems Simatic S5 auf Simatic S7 modernisiert und dadurch eine Steigerung der Produktionskapazität um 20 Prozent erreicht.

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Ein wichtiger Punkt bei der Migration der Mehrwegglasanlage war, das Komplettsystem in einzelnen Abschnitte aufzuteilen und diese mit Siemens-Steuerungen Simatic S7-300 aufzurüsten. Zusätzlich wurden die Controller von vier Maschinen erneuert: die Waschmaschine für die Reinigung der Mehrwegfalschen zwecks Wiederverwendung, die Abfüllanlage, die als Herzstück der Gesamtanlage die Flaschen mit dem jeweiligen Getränk befüllt, die Kastenförderanlage zur Beförderung der befüllten Flaschenkästen sowie die Etikettiermaschine, die am Ende der Linie die Produkte etikettiert. Mit der Schulung der Mitarbeiter auf die Programmiersprache Step 7 stelle Siemens sicher, dass sich die Coca-Cola-Mitarbeiter mit dem neuen System sehr schnell vertraut machten und ihnen damit die Vorteile moderner Feldbussysteme in Bezug auf Asset Management und Diagnose sowie Verkabelung und Installation zugute kommen.

Seit der Modernisierung der Anlagen können die Anlagenteile problemlos synchronisiert werden, was einen reibungslosen Produktionsablauf zur Folge hat. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Modernisierung. Die ausgebauten Komponenten der bisherigen S5-Steuerung konnten erfolgreich in einer anderen Linie, die noch mit S5-Controllern arbeitet, wiederverwendet werden.

4.000 Flaschen Coke mehr in Ho Chi Minh

Nguyen Thi Ngoc Diem, zuständiger Technischer Leiter Engineering Asia für Siemens Vietnam am Unternehmensstandort Thu Dic District, Ho Chi Minh Stadt. „Wir haben die Produktionskapazität in der Mehrwegflaschenanlage um 20 Prozent steigern können. Seit das neue System in Betrieb ging, können wir jetzt in Ho Chi Minh Stadt pro Stunde 28.000 Flaschen verarbeiten, im Vergleich zu vorher 24.000. In Hanoi ist die Situation ähnlich: Dort konnten wir den Durchsatz von 30.000 auf 35.500 Flaschen pro Stunde erhöhen.

Die Migration der Anlage von Simatic S5 auf Simatic S7 erleichtert Coca-Cola Vietnam den möglichen nächsten Entwicklungsschritt hin zur Optimierten Verpackungslinie (OPL). „So heißt das Siemens-Konzept für die Einbindung einer ganzen Abfüll- und Verpackungslinie in einen gemeinsamen Automatisierungs- und Kommunikationsstandard. Profinet ist dabei das Daten-Backbone, das die horizontale Verbindung zwischen den Maschinensteuerungen und die vertikale Einbindung in ein Scada (Supervisory Control and Data Acquisition)-System für die Überwachung der gesamten Verpackungslinie ermöglicht. Standardisierte Softwarestrukturen senken dabei den Aufwand für die Anwendungssoftware“, erklärt Hoang Thi Kieu Anh, Senior Sales Manager, Siemens Vietnam.

Coca-Cola ist seit 1994 in Vietnam vertreten. Heute beschäftigt das Unternehmen über 1.200 Mitarbeiter in den Anlagen in Hanoi im Norden, Da Nang in Zentralvietnam und Ho Chi Minh Stadt im Süden. Produziert werden Dosen, Glas- und PET-Flaschen, der jährliche Ausstoß der Durstlöscher liegt bei über 18 Mio. Kästen.

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