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Antriebs- und Leistungstechnik Mehr Power für’s Nervenzentrum

| Autor / Redakteur: Anke Steinkemper / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Wer hohe Bemessungsspannungen und -ströme direkt auf die Leiterplatte übertragen möchte, benötigt besonders zuverlässige Schnittstellen. Speziell für den Bereich der Antriebs- und Leistungstechnik hat Phoenix Contact ein vielfältiges Anschluss-Programm entwickelt.

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Durch eine farbliche Kennzeichnung der einzelnen Anschlusspole sind Verdrahtungsfehler nahezu ausgeschlossen.
Durch eine farbliche Kennzeichnung der einzelnen Anschlusspole sind Verdrahtungsfehler nahezu ausgeschlossen.
(Bild: Phoenix Contact)

So vielfältig wie die Steckverbinder selbst sind auch die industriellen Anwendungen der Geräte. Ob elektronisch etwas bewegt, gesteuert oder geregelt wird, oder ob Energie gewonnen, umgewandelt oder verbraucht wird - die Peripherien stellen branchenspezifische Anforderungen, die mit dem Automatisierungsgrad wachsen.

Schaltschrank soll noch kleiner werden

Das Nervenzentrum der Geräte ist immer die Leiterplatte. Dabei spielt der Leiterplattenanschluss eine wichtige Rolle – von extrem kleinen Anschlusssystemen für Signale und Daten bei anspruchsvollen Steuerungsaufgaben bis hin zu leistungsstarken Geräteanschlüssen in der Antriebstechnik.

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Weil auch in der Antriebstechnik Leistung und Funktionalität zunehmen - und weil die immer komplexeren Maschinen und Anlagen dabei stets kleiner werden sollen - möchten die Anlagen- und Sondermaschinen-Hersteller das benötigte Schaltschrank-Volumen reduzieren. Dabei müssen auch die neuen Geräte-Generationen kompakter und leistungsfähiger werden. Die Geräteanschlusstechnik muss dann Ströme übertragen und zugleich hohe Spannungsabstände mit minimalem Platzbedarf umsetzen.

Die Printklemme SPT 5 von Phoenix Contact – SPT steht für Spring Print Terminal – bietet hier eine innovative Anschlusstechnik mit hohen Leistungskennwerten auf kleinstem Raum. Bereits im Raster 7,5 mm besitzt sie die Zulassungen nach UL (600 V) und IEC (1000 V). Damit eignet sie sich nicht nur für den europäischen, sondern auch für den US-amerikanischen Markt. Die Schraub-Printklemme erreicht die gleichen Spannungswerte ohne Einschränkung sogar schon im Raster 6,35 mm.

Vielfalt in allen Gerätelagen

Anders als bei steckbaren Verbindungslösungen erlaubt die direkt einlötbare Leiterplattenklemme Ausführungen mit unterschiedlichen Anschlussrichtungen. Für besonders flach bauende Geräte bietet sich der horizontale Kabelanschluss parallel zur Leiterplatte an. Eine schräg ausgeführte Printklemme bietet sich dagegen an, wenn das Gerät einen Deckel hat, der geöffnet werden muss, um den Leiter auf der Platte zu kontaktieren. Bei diesen Printklemmen, die in Push-in-, Push-Lock- oder Zugfedertechnik ausgeführt sind und einen Querschnittsbereich von 6 mm² und 16 mm² bedienen, steht der Kabeltrichter in einem Winkel von 30° oder 45° zur Leiterplatte. Der Leiter wird elegant in die Klemmstelle eingeführt, der Verkabelungsraum kann klein und dennoch gut zugänglich ausgelegt werden.

Die automatisierte Fabrikverdrahtung – etwa innerhalb von Geräten - profitiert dagegen vom vertikalen Leiterplattenanschluss, bei dem der Leiter von oben in die Klemme eingeführt wird. Auch diese Anschlussrichtung ist bei den Leiterplattenklemmen SPT 5 und SPT 16 möglich.

Printklemme: klein und THR-beständig

Bei einigen Anwendungen spielt die Bauhöhe des Leiterplattenanschlusses eine wichtige Rolle. Mit der „nackten“ Printklemme PTSPL 6 bietet Phoenix Contact eine zuverlässige Alternative zum direkten Einlöten von Aderlitzen in die Leiterplatten. Da diese Klemme keinen Isolierkörper aus Kunststoff besitzt, hat sie eine 50 Prozent geringere Bauhöhe im Vergleich zu anderen Printklemmen ihrer Leistungsklasse. Außerdem eignet sie sich für die Temperaturanforderungen beim Through-Hole-Reflow-Löten (THR), das immer wichtiger wird. Aufgrund der Gurtverpackung, dem sogenannten Tape on Reel, wird die neue Federkraft-Printklemme automatisiert auf die Leiterplatte bestückt – sie fügt sich reibungslos in den Fertigungsprozess von Leistungselektronik-Leiterplatten ein.

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