Sensorik und Photonik Mehrheitseigentümer AMS will Osram von der Börse nehmen

Redakteur: Hendrik Härter

Das Münchner Lichttechnik-Unternehmen Osram soll bald nicht mehr auf der Frankfurter Börse gehandelt werden. Mehrheitseigentürmer AMS macht den verbliebenen Anlegern ein Angebot.

Firmensitz München: Mehrheitseigentümer AMS will Osram von der Börse in Frankfurt nehmen.
Firmensitz München: Mehrheitseigentümer AMS will Osram von der Börse in Frankfurt nehmen.
(Bild: Osram)

Die Tage von Osram an der Börse sind gezählt: Nach acht Jahren will der neue Mehrheitseigentümer AMS das Lichtunternehmen von der Börse nehmen. Dazu bietet der österreichische Sensor-Hersteller den verbliebenen Osram-Aktionären 52,30 Euro je Anteilsschein. Die Aktionäre haben dann vom 21. Mai bis zum 18. Juni Zeit, das Angebot anzunehmen. Aktuell liegen noch etwa 28 Prozent der Osram-Aktien nicht in den Händen von AMS.

Der ausgerufene Preis je Aktie stellt lediglich das gesetzliche Minimum für ein sogenanntes Delisting-Angebot dar. Die Österreicher wollen Osram auf jedem Fall von der Börse nehmen. Unabhängig davon, wie viele Aktionäre das Angebot annehmen. AMS bekommt zudem Unterstützung von Osram. Laut Mitteilung werde Osram angewiesen, den Widerruf der Zulassung der Osram-Aktien zum Handel im regulären Markt an den Börsen in Frankfurt und München einzuleiten.

Die Barabfindung der Aktionäre ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollen geschäftlichen und rechtlichen Integration von Osram in die neue „AMS-Osram-Gruppe“. Der Name des kombinierten Unternehmens soll auf der kommenden Hauptversammlung entsprechend angepasst werden.

Wir wollen zusammen mit Osram einen europäischen Weltmarktführer für Sensorik und Photonik schmieden.

Alexander Everke, Chef AMS

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