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UVC-LED Mit ultraviolettem Licht Smartphones desinfizieren

| Redakteur: Katharina Juschkat

Smartphones und Tablets werden oft in Kliniken eingesetzt – um sie gründlich zu desinfizieren, haben Forscher jetzt ein Gerät entwickelt, das die Oberfläche mit ultraviolettem Licht sauber hält.

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Ultraviolettes Licht desinfiziert Smartphones.
Ultraviolettes Licht desinfiziert Smartphones.
(Bild: Thomas Westerhoff/Fraunhofer IOSB-AST)

Smartphones gehören zu unseren täglichen Begleitern, die kaum mehr wegzudenken sind. Wir nehmen sie täglich unzählige Male in die Hand – und meist spielt Hygiene dabei eine eher untergeordnete Rolle. Auch im Krankenhaus werden Tablets und Smartphones vielseitig genutzt und gehen von Hand zu Hand. Um Erreger nicht weiterzugeben, ist hier eine Desinfektion unbedingt nötig. Chemische Mittel können allerdings nicht eingesetzt werden, da sonst die fettabweisende Beschichtung der Displays zerstört würde. Eine Lösung haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IOSB-AST entwickelt: Desinfektion durch ultraviolettes Licht.

UVC-LEDs desinfizieren

Von außen sieht das Gerät aus wie eine Mikrowelle. Im Inneren kommen aber so genannten UVC-LEDs – Leuchtdioden, die mit ultraviolettem Licht arbeiten – mit einer Wellenlänge von 269nm zum Einsatz. Insgesamt sind zwei separate UVC-LED-Module mit jeweils 10 UVC-LEDs für die Ober- und Unterseite des Smartphones verbaut. Jede UVC-LED besitzt eine Leistung von 100 Milliwatt, sodass die Gesamtstrahlleistung zwei Watt beträgt. So wird in nur wenigen Sekunden eine Bestrahlungsdosis von 800 J/m² erreicht, was eine effiziente Inaktivierung von Bakterien und Viren ermöglicht.

Das Gerät desinfiziert die Smartphones nicht nur, es identifiziert sie auch: Über einen NFC-Reader wird die applizierte Dosis erfasst und protokolliert. Somit ist jeder Desinfektionsvorgang validierbar und dem jeweiligen Gerät eindeutig zuzuordnen. Ein LCD-Display informiert den Nutzer über die wichtigsten Funktionen. Weiterhin können nachgelagerte IT-Systeme per W-LAN und Webinterface integriert werden.

Der Prototyp wird voraussichtlich im September 2020 auf der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München, präsentiert werden. Für die kommerzielle Verwertung sucht das Fraunhofer IOSB-AST noch Partner aus der Wirtschaft.

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