Digitale Souveränität Automatisierung und Industrial AI benötigen digitale Datensouveränität

Quelle: Pressemitteilung VDI Wissensforum 2 min Lesedauer

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Beim 27. VDI-Kongress Automation in Baden-Baden standen Industrial AI und Datensouveränität im Fokus. Rund 320 Teilnehmende aus Industrie und Wissenschaft diskutierten zentrale Fragen zu KI-Anwendungen und Datenräumen.

Rund 320 Teilnehmende aus Industrie und Wissenschaft diskutierten aktuelle Entwicklungen in der Automatisierung.(Bild:  VDI Wissensforum)
Rund 320 Teilnehmende aus Industrie und Wissenschaft diskutierten aktuelle Entwicklungen in der Automatisierung.
(Bild: VDI Wissensforum)

Konkrete Anwendungen im Bereich Industrial AI und der Umgang mit Daten standen im Mittelpunkt des Programms. Die Themen reichten von Data Science und Dataspaces über Robotik und digitale Zwillinge bis hin zu Safety und Prozessautomation. In Fachvorträgen und Anwendungsberichten wurden sowohl wissenschaftliche Ansätze als auch industrielle Lösungen vorgestellt.

In ihrer Keynote plädierte Prof. Dr. Feiyu Xu für stärkere Investitionen in Infrastruktur, Energie und Fachkräfte: „Wir benötigen in Europa so etwas wie einen Airbus für KI.“ Europa verfüge insbesondere in Industrial AI und vertrauenswürdiger KI über strukturelle Vorteile.

Wir benötigen in Europa so etwas wie einen Airbus für KI.

Prof. Dr. Feiyu Xu

Gemeinsame Dataspaces für Datensouveränität

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die sich mit der Frage beschäftigte, wie Dataspaces die Souveränität sichern können, standen konkrete Handlungsempfehlungen im Fokus, insbesondere zur Rolle von Datenräumen für einen sicheren und souveränen Datenaustausch. „Notwendig dafür ist in den Unternehmen eine stark datengetriebene Kultur. Erfreulich ist zu beobachten, dass bereits eine große Bereitschaft zu gemeinsamen Dataspaces in der Industrie vorhanden ist“, sagte Daniel Traub von Schwarz Digits. Moderator Martin May von Schunk verwies zudem auf erste Erfolgsbeispiele: „Es gibt Datenräume, die bereits sehr gut funktionieren, etwa im Automobilbereich.“

Standards schaffen Vertrauen

Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg erfordert belastbare technische Infrastrukturen und klare Regeln. Darauf ging Ulrich Ahle, CEO der Gaia-X European Association for Data and Cloud, in seiner Keynote ein: „Data does not flow on rainbows.“ Datensouveränität bedeute, dass der Erzeuger eines Datensatzes technisch festlegen kann, wie dieser genutzt wird. Voraussetzung dafür seien gemeinsame Standards und sogenannte Trust Frameworks, die den sicheren Austausch und die Nutzung von Daten regeln.

Auf dem Weg zur Superintelligenz

Einen Überblick über den aktuellen Stand von KI-Modellen und mögliche Entwicklungssprünge gab Prof. Dr. Hans Uszkoreit, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Er zeigte die Möglichkeiten und Grenzen heutiger Sprachmodelle auf und erläuterte das Potenzial sogenannter Agentic AI, die eine weitergehende Automatisierung industrieller Prozesse ermöglichen kann. „Dabei können Agenten selbst die weiteren eingesetzten Agenten überwachen und als Troubleshooter bei Sonderfällen eingreifen.“

Dabei können Agenten selbst die weiteren eingesetzten Agenten überwachen und als Troubleshooter bei Sonderfällen eingreifen.

Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Zugleich erwartet Uszkoreit eine schnelle Weiterentwicklung der Systeme: „Eine KI-Superintelligenz könnte schon in zwei bis drei Jahren Realität werden.“ Damit unterstreicht der Kongress die Dynamik der aktuellen Entwicklungen in der industriellen KI.

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